DETAILS

Interpret:
Wildbirds & Peacedrums

Plattentitel:
The Snake

Label:
Haldern Pop Recordings / Cargo Records

VÖ:
bereits erschienen

Punkte:
7.5 von 10

Weiterführende Links:

Autor:
Renate Bichert
Remscheid, 21.07.2009

PLATTENKISTE

Wildbirds & Peacedrums - The Snake

Wildbirds & Peacedrums - The Snake

Minimalistischer als bei Wildbirds & Peacedrums kann Musik kaum sein. Sie besteht größtenteils aus der Stimme von Miriam Wallentin und der instrumentalen Begleitung von Andreas Werliin, die sich fast nur auf Percussion beschränkt. Doch ihr erstes Album „The Snake“ ist eines voller Mystik und Energie, die alles andere als minimal ist.

Es fällt fast gar nicht auf, dass es auf „The Snake“ kaum melodische Instrumente gibt, außer hier und da mal ein Xylophon oder eine Zither im Hintergrund. Die Stimme von Miriam Wallentin macht jedes weitere Instrument überflüssig. Sie kann erst klar und poppig klingen und im nächsten Moment in den typisch skandinavischen Gesang à la Björk umschwenken, dann klingt sie plötzlich rau, kraftvoll und jazzig.

Die Begleitenden Percussions verstärken die Intensität des Gesangs und bringen Abwechslung in die Musik. In dem Moment, in dem sich die Langeweile langsam anschleicht, haut Andreas Werliin auf die Trommeln und das Album bekommt eine interessante Wendung. In „Great Lines“ gibt es so einen schönen Wendepunkt. Es klingt, als würde man den Spannungsbogen eines typischen Musicalsongs auf traditionelle skandinavische Vokalmusik anwenden.

Der Vergleich mit Fever Ray liegt auf der Hand, vor allem weil der erste Song „Island“ mit einem ähnlichen tiefen Raunen anfängt, wie „If I Had A Heart“ von Fever Ray. Auch der starke Björk Einfluss ist kaum zu überhören. Trotzdem haben Wildbirds & Peacedrums etwas sehr eigenes, sodass sie zwar in das Regal „skandinavischer Folkpop“ gestellt werden können, dabei aber trotzdem ihre Individualität bewahren.


 

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