DETAILS

Interpret:
Vic Chesnutt

Plattentitel:
At The Cut

Label:
Constellation / Southern / Al!ve

VÖ:
bereits erschienen

Punkte:
8.0 von 10

Weiterführende Links:

Autor:
Bastian Küllenberg
Wuppertal / Düsseldorf, 02.11.2009

PLATTENKISTE

Vic Chesnutt - At The Cut

Vic Chesnutt - At The Cut

Auf dieses Album hat sich so mancher gefreut. Zwei Jahre ist es her, seit sich Vic Chesnutt mit dem atmosphärischen Meisterwerk „North Star Deserter" endgültig ganz weit oben in den Wipfeln des großen Songwriter- Baums platzierte. Nun also „At The Cut" und damit ein weiteres Statement zur Vielschichtigkeit menschlicher Gefühls- und Seelenlagen.

„Coward" konterkariert da zu Beginn das Titel gebende Thema mit musikalischer Wucht. Hier drückt sich die einengende Feigheit durch ein sich drohend aufbauendes Wut-Szenario aus, bevor mit „When The Bottom Fell" und dem intimen, beinahe arglosen „Out" eine melancholische Note Einzug hält. Dabei ist das Instrumentarium zumeist auf die nötigsten Bestandteile beschränkt und lässt doch keine Details vermissen.

Die Musik von Vic Chesnutt zeichnet auch bei diesem Album einmal mehr aus, dass die Melodien zunächst vielleicht ein wenig sperrig wirken, jedoch bald eine unmittelbare, ungeschönte Kraft entfalten, die den Hörer direkt ins Zentrum der Lieder setzt. Man sieht, fühlt und denkt durch die Augen des lyrischen Ichs und wird von den dazugehörigen Klängen durch Stücke wie „Chain" oder das schwelgerisch schöne „Chinaberry Tree" getragen.

Es verbinden sich Gedanken über die Welt und die ganz persönliche Existenz. Am Ende hat Vic Chesnutt mit „At The Cut" ein weiteres Album geschaffen, dem man nur zu gern so manchen Abend widmen möchte.

 

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