DETAILS

Interpret:
Thee Silver Mount Zion Memorial Orchestra

Plattentitel:
Kollaps Tradixionionales

Label:
Constellation / Southern / Al!ve

VÖ:
bereits erschienen

Punkte:
7.5 von 10

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Autor:
Bastian Küllenberg
Wuppertal / Düsseldorf, 01.03.2010

PLATTENKISTE

Thee Silver Mount Zion Memorial Orchestra - Kollaps Tradixionionales

Thee Silver Mount Zion Memorial Orchestra - Kollaps Tradixionionales

Mit Album Nummer sechs muss sich eigentlich niemand mehr etwas beweisen. Im Falle von Thee Silver Mount Zion Memorial Orchestra stimmt das im Prinzip auch. Längst hat sich die Band aus dem Hause Constellation Records einen Ausnahmestatus im weiten Feld der experimentellen Rockmusik erspielt. Dennoch stellt „Kollaps Tradixionales" einen Neuanfang dar, ist es doch das erste Album, das seit der Verkleinerung von acht auf fünf Mitgliedern und mit dem neuen Drummer David Payant eingespielt wurde.

Dem Klang merkt man dies insofern an, als dass sich einige Passagen finden, die mit das Kompakteste darstellen, was die Band bislang aufgenommen hat. Natürlich wird alles wie gehabt eingebettet in weitläufige Klangcollagen, die ihre Einflüsse aus Prog, Post Punk, Blues und Psychedelic Rock beziehen. Der wuchtige, schleppende Opener „There Is A Light" füllt mit 15 Minuten bei der Vinyl-Ausgabe des Albums allein die erste von vier Seiten. Es herrscht eine trügerische Ruhe. Streicher und Westerngitarre leuchten eine unruhige Szene aus, zu der ein streckenweise schiefer Gesang seine Zeilen krächzt.

Thee Silver Mount Zion Memorial Orchestra waren schon immer eine gewöhnungsbedürftige Band und Geschmackssache insofern, als dass man offen sein muss für Abgründe, die sich oft, wie im Fall von „I Fed My Metal Bird The Wings Of Other Metal Birds", bereits im Titel ankündigen. Auch das an Morricone erinnernde „Bury 3 Dynamos" ist alles andere als beruhigend, was sich wenig ändert, wenn nach vier Minuten der verstörende Gesang einsetzt.

Bis zum dramatischen, tragischen „'Piphany Rambler" bleibt das Album eine aufgrende, emotionale Reise. „Don't sleep", hört man es zischen. Die Geister sind noch längst nicht verschwunden und auch diese Kanadier werden der Welt hoffentlich noch lange erhalten bleiben.

 

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