DETAILS

Interpret:
The Whitest Boy Alive

Plattentitel:
Rules

Label:
Bubbles (Groove Attack)

VÖ:
bereits erschienen

Punkte:
8.5 von 10

Weiterführende Links:

Autor:
Kai Töpel
Dresden, 30.03.2009

PLATTENKISTE

The Whitest Boy Alive - Rules

The Whitest Boy Alive - Rules

Vom kleinen Electro-Nebenprojekt zum Everybody's Darling der gesamten Indie-Electroszene: Die Entwicklung, die The Whitest Boy Alive genommen haben vom Debüt „Dreams“, welches damals als Experiment zwischen Bassist Marcin Öz und Erlend Øye begann, zum zweiten Werk „Rules“ ist schon herausragend, aber eigentlich nicht wirklich überraschend. Denn das Aufsehen, das die Band bereits von Anfang an bekam, lag vor allem an Erlend, der bereits durch Kings of Convenience auf fast jeden studentischen MP3-Player zu finden war und durch sein Soloalbum und DJ-Kicks Album auch in der Electroszene bekannt ist. The Whitest Boy Alive waren dann eigentlich nur die konsequente Mischung aus beiden Richtungen: eine Art House gespielt als Band.

The Whitest Boy Alive erfinden sich auf „Rules“ nicht neu, aber das ist auch gar nicht nötig. Ihre luftig-frische Musik regt weiterhin auf Platte zum Träumen ein und auf ihren Konzerten zum erbarmungslosen Tanzen. Genau da liegt die Idee hinter der Band, denn erst wenn man sie live erleben kann, versteht man das Konzept aus dieser Mischung. Etwas ist dann aber doch anders als noch beim Vorgänger „Dreams“. Durch unzählige Konzerte und Liverfahrungen haben sich The Whitest Boy Alive erst nach und nach als Band gefunden, was jetzt auch durchklingt. So übernimmt Keyboarder Daniel Nentwig jetzt fest den Posten an den Tasten, insgesamt kommt der Schwung ihrer Konzerte nun genauso auf Platte rüber. Während auf dem Vorgänger die Impulse noch klar aus einer Richtung zu kommen schienen, bekommt jetzt jeder seinen Platz und interagiert auch auf Platte mehr miteinander. So erzeugen The Whitest Boy Alive einen organischeren Sound. Der weiterhin wunderbar drückende, tanzbare Bass, die House-ähnlichen Rhythmen, die sich unter die poppigen Melodien des Keyboards legen und Erlends simpel eingesetzte Gitarre erzeugen nun die perfekte Mischung aus Tanzmusik und Band, aus Träumen und Feiern.

Bestes Beispiel dafür ist „1517", dessen Bassline und Einsatz des Ridebeckens nach Daft Punk „Better Faster Stronger“ anmutet, welches auch schon Platz im Liveprogramm gefunden hat. „Courage“ ist bereits jetzt Bestandteil jeder guten Indieparty und überrascht vor allem durch ein zum Ende einsetzenden Electrobeat, der sich dann mehr und mehr wieder mit der Hauptmelodie mischt. The Whitest Boy Alive haben sich Stück für Stück weiterentwickelt und sollten jetzt, wi sie nicht mehr nur ein Nebenprojekt sind, endlich das Aufsehen bekommen, welches sie verdient haben. Wahrscheinlich die Band für 2009.


 

Freunde

 
 
 
 

Wir Präsentieren:

 
 
 
 

Prunkstücke