Interpret:
The Vaselines
Plattentitel:
Enter The Vaselines
Label:
Sub Pop / Cargo
VÖ:
bereits erschienen
Punkte:
Keine Wertung
Autor:
Bastian Küllenberg
Wuppertal / Düsseldorf, 29.06.2009
Kaufen, alle!
Man könnte es eigentlich bei diesem einen Satz belassen und hätte damit zumindest Firmen-intern den Rekord für die kürzestes Plattenkritik aller Zeiten eingestellt. Aber mal ganz ehrlich, was soll man auch lange versuchen, um den heißen Brei herum zuschreiben, um dann am Ende doch dabei zu landen, dass man nicht abschließend in Worte fassen kann, warum die Musik der Vaselines so großartig ist, wie sie ist. Wenn man bislang noch keine Aufnahmen der Schotten besitzt, muss man einfach selbst hören, berührt werden, lachen, weinen und tanzen. Sonst bleibt es rumpelnde, kantige Popmusik mit bis zur Schmerzgrenze ehrlichen Texten.
Allein es genügt der erste Song der ersten EP, deren zwei The Vaselines in ihrer Karriere veröffentlichten und die beim Doppelschlag „Enter The Vaselines“ ebenso enthalten sind, wie das einzige wirkliche Album „Dum Dum“ und zahlreiche Live-Aufnahmen, so wie Demos. Man starte also „Son Of A Gun“ und lasse sich tragen von einer Attitüde, die man vielleicht nur in den späten 80ern nicht als Pose verstehen konnte. Einfach mal zuhören und mitdenken und so.
Wer nach Stücken wie „Jesus Wants Me For A Sunbeam“, Molly's Lips“, „No Dope“, dem albernen „Monsterpussy“ oder „Oliver Twisted“ immer noch kein Feuer gefangen hat, dem ist ohnehin nicht zu helfen und damit lassen wir es nach dem obligatorischen „Kurt Cobain hat seinen Sohn nach Vaselines – Frances McKee bennant“, einfach mal gut sein. Und wenn nun der ein oder andere diesen Text hier vielleicht für entbehrlich hält, sei herzlich an die Einleitung erinnert.