Interpret:
The Unisex
Plattentitel:
Firesoul
Label:
All The Cats Recordings / Rough Trade Distribution
VÖ:
bereits erschienen
Punkte:
6.0 von 10
Autor:
Renate Bichert
Remscheid, 22.02.2010
In Schweden genießen The Unisex gerade den Hype um ihre Band und auch in Griechenland spielten sie vor ausverkauften Hallen. Allzu lange dürfte es nicht dauern, bis sie den Rest Europas erobert haben. Mit „Firesoul“ bringen sie nun ihr zweites Album raus.
In ihrer Pressebeschreibung werden The Unisex optimistisch als „Swedens Coldplay“ bezeichnet. Doch mit Coldplay hat ihre Musik relativ wenig gemein, eher mit den frühen Mando Diao und Razorlight. Das Album „Firesoul“ ist rockig genug für einen leichten Underground-Touch, aber auch sanft genug fürs Radio. Manchmal klingt es wie nach einem Rezept gekocht. Aber es macht trotzdem Spaß, „Firesoul“ zu hören, denn es ist angenehm abwechslungsreich und hat ein hohes Ohrwurmpotential. Vom sehnsuchtsvollen „Row My Friend“ über das locker-leichte „Do What You Want“ bis zum Herz-schmerzenden „Reincarnation“ ist für jeden etwas dabei.
Es ist fast schon schade, dass ausgerechnet „Firesoul“ sowohl der Titeltrack des Albums als auch die erste Single geworden ist, denn der Song gehört zu den schwächeren auf dem Album. „Shine“ zum Beispiel kommt mit wesentlich weniger Pathos aus als „Firesoul“, ist dabei aber bewegender. Mit großen Innovationen kann man auf „Firesoul“ nicht rechnen, alles bewegt sich innerhalb des klassischen Alternative-Indie-Rock-Grenzen. Oft hat man das Gefühl, man hätte diesen oder jenen Song schon mal gehört. Es ist schöne und angenehme Musik, viel mehr aber auch nicht.
Video: „Firesoul“