DETAILS

Interpret:
Susanne Blech

Plattentitel:
Triumph Der Maschine

Label:
Z-Muzic / Broken Silence

VÖ:
bereits erschienen

Punkte:
8.0 von 10

Weiterführende Links:

Autor:
Lisa Bertram
Köln, 01.02.2012

PLATTENKISTE

Susanne Blech - Triumph Der Maschine

Susanne Blech - Triumph Der Maschine

Den zweiten Longplayer der Elektro-Band Susanne Blech kann man getrost in einem Atemzug mit den Werken der Kollegen von Supershirt, Saalschutz oder Bratze nennen. Wesentlich härter als das Debüt „Deutsche Renaissance – Ein Kanon“ schlägt „Triumph Der Maschine“ ein wie eine Bombe.  Elektro trifft auf Popattitüde mit Texten, die zum Schmunzeln sind. Es fängt schon mit „Bankangestellte erzählen von Mailand“ an: Die Gitarren treiben den Song nach vorne, die Synthies tun ihr Übriges. „Liebe schwimmt in Kerosin“ beginnt mit einem 8Bit-Sound, der Synthie hämmert dumpf unabdinglich auf einen ein, der Gesang ist abgehackt. Der Text macht nicht den größten Sinn. Man hat einfach die Wörter genommen, die sich reimten. 

Sehr aufgekratzt beginnt „Wiedervereinigung“. Irgendwie erinnert der Track zunächst an einen Abzählreim: „Du und ich, wir sind so schön, darum gehen wir nach Haus“. Klaus Fiehe lieh diesem Track seine Saxophonstimme. Einen wirklich sehr tanztauglichen Beat liefert „Vietnam DANCE!“. Bei dem hochgezogenen Gesang lässt sich eine gewisse Deichkind-Attitüde nicht verleugnen. Ein sehr gutes Stück auf „Triumph Der Maschine“ ist zweifelsohne „Helmut Kohl“. Der elektronisch dichteste und schnellste Track steht den Songs der Audiolith-Schmiede in nichts nach. Glaubt man sich danach eine Pause verdient zu haben, kommt es mit dem kantigen „Die Maschinen laufen heiß“ ganz anders. Dreckige Synthies treffen auf einen starken Beat. 

„Künstler sind Verbrecher, wenn sie malen, was gefragt war“ heißt es in „I Love Wagner“, das von Egotronic-Sänger Torsun unterstützt wird. Noch mehr Unterstützung gibt‘s in „Mutter“ von Kollektiv-Kollegin Danja Atari, die zur Abwechslung mal auf Deutsch rappt. Man bekommt wirklich 13 Tracks lang keine Ruhe. Verläuft sich die Stimmung bei so manchen Alben gerade zum Schluss im Sand, wird hier mit dem punkigen „Robocop hätte geschossen“ und dem schrillen „Metastasen“ nochmal richtig draufgehauen. „Triumph Der Maschine“ ist ein gelungenes rundes Album, in dem jeder Song wie ein Zahnrad in das Gefüge passt. Tanz-, Hüpf- und Mitgrölpotential sind dabei garantiert. 

Video: „Die Maschinen laufen heiß“


 

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