Spank Rock & Benny Blanco - Bangers & Cash: The Adventures Of Spank Rock & Benny Blanco (EP)

Frisches Futter für hungrige Hip Hop heads. Spank Rock ist zurück auf der Bildfläche, wenn auch nur mit arg begrenzter Spielzeit. „Bangers & Cash: The Adventures Of Spank Rock & Benny Blanco” ist die erste Veröffentlichung von Nasem Juwan, seit sein “YoYoYoYoYo” vor zwei Jahren allerorten für Begeisterung sorgte. In der Zwischenzeit ließ sich der MC hier und dort featuren und veredelte so zum Beispiel „Trick For Treat“ von
Neon Neon, doch nun ist Rock wieder ganz im Zentrum.
Auf „Bangers & Cash“ peitscht und rappt er über die Beats von Benny Blanco, der sich überwiegend auf Samples aus dem weiten 2 Live Crew- Katalog stützt. Dabei klingt es jedoch, von einigen Verweisen auf old-schoolige Bässe abgesehen, sehr zeitgemäß, was der Produzent hier zusammengemischt hat. Der Opener „Shake That“ macht von der ersten Sekunde an Spaß, ein offensiv gezischtes „Shake your ass b*tch and let me see what you got“ im Chorus steht der brummend treibenden Strophe gegenüber. So muss es klingen, wenn die Feier zünftig werden soll. Interessanterweise denkt man bei dem potentiellen Hit an Peaches oder M.I.A. statt an Testosteron.
Danach folgen jedoch zwei eher verzichtbare Beiträge, bis man bei „Pu$$y“ wieder aufhorcht. Mit reduzierten Mitteln liefert sich Juwan ein Wortduell mit einer weiblichen Gastrapperin. Mit „Bitch“ ist auch das letzte der fünf Originale weniger erwähnenswert, so dass es die beiden Remixes am Ende richten sollen. Tatsächlich gelingt es dann, dem zuvor erwähnten Schlampenlied im Chimney Climbers & Benny Blanco Remix durch massiven Ed Banger –Wumms, eine neue spannendere Seite abzugewinnen.
Ein Blick auf das Cover genügt, um zu merken, woher der Wind weht. Auch wenn man hier ein Minimum an selbst bräunender Ironie unterstellen darf, ist klar, dass diese EP Partymusik ist und am Ende leider nicht mehr. Wer sich einen würdigen Nachfolger zu „YoYoYoYoYo“ gewünscht hatte, wird daher ziemlich ernüchtert. Aber gönne man Spank Rock etwas Eindimensionalität, auf dass es zu neuen Hochtaten anstacheln möge.