DETAILS

Interpret:
Satan Takes A Holiday

Plattentitel:
STAH

Label:
I Made This / AL!VE

VÖ:
26.02.2010

Punkte:
5.5 von 10

Weiterführende Links:

Autor:
Dominik Knauf
Kropp, 15.02.2010

PLATTENKISTE

Satan Takes A Holiday - STAH

Satan Takes A Holiday - STAH

Wenn man die schwedische Band Satan Takes A Holiday googelt, führt einen der erste Eintrag direkt zu einem Wikipedia-Link des Gründers der „Church Of Satan“, Anton Szandor Lavey, der im Jahre 1995 ein Album unter demselben Titel veröffentlicht hat. Interessant, gibt es also auf „STAH“, dem Debütalbum des schwedischen Trios, verbotene Verse, werden etwa dunkle Messen gefeiert?

Mitnichten, zwar lässt sich der Song „We Suck Your Blood“ über die Freuden des Blutsaugens aus, doch ansonsten sind Satan Takes A Holiday recht umgängliche Zeitgenossen, die mit ihrem krachigen Gitarrensound nur die gute alte Garage für sich wiederentdecken. Dabei orientieren sie sich an Hohepriestern wie den Eagles Of Death Metal, die an einem Sonntagnachmittag mal ein wenig mit Danko Jones auf der Veranda und einem kühlen Bier ausspannen wollen.

Das dabei enstandene Ergebnis lässt einen mit gemischten Gefühlen zurück. Der Opener „Hard Way Honey“ prügelt sich noch schwer schnaufend seinen Weg in die Gehörgänge und auch „Missy“ mit seinen Powerchords und exaltiertem Juchzen ist kein Kind von Traurigkeit. Doch mit fortschreitender Albumdauer gehen Satan Takes A Holiday die Ideen aus. Daran ändern auch die aufgesetzt wirkenden Mariachi-Trompeten in „Flirts Time Baby“ etwas, denn kurz darauf ergeht sich der Song in einem langen Gitarrensolo. Und Alphavilles „Big In Japan“ zu covern ist spätestens seit den Guano Apes das Todesurteil für jede ernstzunehmende Rockband, egal wie lustig der Song live vielleicht rüberkommen mag.  So ist „STAH“ wie der Besuch des Raubtiergeheges in deinem städtischen Zoo: Es werden zwar die Zähne gefletscht, doch der schützende Zaun macht aus dem Abenteuer ein Familienerlebnis.

 

Freunde

 
 
 

Wir Präsentieren:

 
 
 
 

Prunkstücke