DETAILS

Interpret:
Puppetmastaz

Plattentitel:
The Takeover

Label:
Discograph / Al!ve

VÖ:
bereits erschienen

Punkte:
7.5 von 10

Weiterführende Links:

Autor:
Bastian Küllenberg
Wuppertal / Düsseldorf, 01.12.2008

PLATTENKISTE

Puppetmastaz - The Takeover

Puppetmastaz - The Takeover The Lizard, Panic The Pig und wie sie alle heißen. Ihr Anführer Mr. Maloke hat die ganze Crew versammelt und plant den großen Angriff. „The Takeover“ ist das Motto und die Puppetmastaz die Bande, die hier den Aufstand probt. Den Menschen geht es an den Kragen, wenn die Puppen die Macht ergreifen. Mit dem neuen Album knüpft die Puppenposse dabei an frühere Eroberungsversuche wie „Creature Shock Radio“ oder „Creature Funk“ an und entwickelt ihren unmenschlichen Sound im Detail weiter.

„A puppet nation“ ist das Ziel und der Weg dahin gepflastert mit wuchtigen Hits, die Maloke und Co. wie selbstverständlich locker aus der Hüfte schießen. Waren es bisher vorrangig Beats der alten Schule, die Puppetmastaz-Platten füllten, wurde das Repertoire dieses mal um einiges erweitert. Wie gehabt toben sich dazu Muppet-MCs der unterschiedlichsten Couleur in wortreichen Spielereien aus. So wird „The Takeover“ zur bunten Revue der Rapstile. Da startet „Take Me On A Ride“ mit brummendem Ragga, während im Chorus eher Parliament zitiert werden. In „Reservoir Foxin“ dagegen zucken bisweilen Jungle-Blitze über die Tanzfläche, „Animals“ wiederum setzt auf zeitgemäß reduzierten Sound.

Der Wu-Tang Clan der Muppetshow ist in großer Form und hat die dicken Hosen an. „Can't Control It“ ist breitbeiniger R'n'B, „Permission To Freak“ glänzt mit triumphalen Bläsern. Daneben sind es kleine Zwischenstücke, die Lieder verbinden und weiter in den Kosmos der Meisterpuppen führt. „Did you just call me motherf*cker?“ hört man da Mr. Maloke fragen und sich wenig später in eine Fluchorgie ergehen. Mit diesen Figuren ist nicht gut Kirschen essen, hier schlummert die Wut der Unterdrückten. „The puppet had been hold back to long!“, skandieren The Puppetmastaz.

Auch als Mensch kann man sich diesen Klängen schwer entziehen. „The Takeover“ bietet maximale Abwechslung und hat wenig Probleme, die Comedyfalle weitläufig zu umschiffen. Somit bleibt am Ende noch die dringende Empfehlung, sich dieses Kasperletheater unbedingt einmal live auf der Bühne anzusehen.

Video: "Mephistopheles"


 

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