DETAILS

Interpret:
Puppetmastaz

Plattentitel:
The Breakup

Label:
Discograph / Al!ve

VÖ:
bereits erschienen

Punkte:
7.0 von 10

Weiterführende Links:

Autor:
Bastian Küllenberg
Wuppertal / Düsseldorf, 15.02.2010

PLATTENKISTE

Puppetmastaz - The Breakup

Puppetmastaz - The Breakup

Falls es noch keinem aufgefallen ist, Discograph ist ein vorzügliches Label. Nicht zuletzt auf diesen Seiten konnten die Franzosen durch spannende Veröffentlichungen von General Elektriks, Miss Ill oder Le Peuple De L'Herbe in jüngerer Vergangenheit oft großes Lob einheimsen. Seit einiger Zeit gehört eine ganz spezielle Combo musizierender Handpuppen zu den Aushängeschildern und eben jene Puppetmastaz drohen nun mit dem Ende der Karriere.

Kaum eineinhalb Jahre ist es her, da riefen die Puppen noch vollmundig zum Sturz des Planeten auf. Letztlich kann der Übernahmeversuch mit „The Takeover" wohl nur als gescheitert betrachtet werden, denn jetzt geben Mr. Maloke, Wizard, Rhyno und Co. die Trennung bekannt. Intrigen und Streitigkeiten innerhalb der Band werden offiziell als Grund genannt, warum uns mit „The Breakup" nun wohl das Schlusswort der Puppetmastaz erreicht.

Der internen Zersplitterung folgend, finden sich auf dem Album fast ausschließlich Solotracks der einzelnen Mitglieder. Da zeigt sich Wizard The Frog in „Masquerade" von Daft Punk und anderem Electro Pop beeinflusst, lässt Ragga-Krokodil Tango im packenden „Put A Bug Pon You" die Dancehall toben und erzählt Snuggles das Kaninchen in bester Old-School-Manier vom „Mystery Of The Disappearing Rabbit". Auch die Briten Squid und Buggles sind mit einem sehr speziellen Track vertreten. Das ungleiche Paar aus Krake und Hühnchen zeigt, dass ihre Solotalente bislang verborgen blieb und macht mit „Tamiflu" Mike Skinner und Jamie T. Konkurrenz.

Eine Puppetmastaz-Platte wäre nicht vollständig, ohne einen Beitrag von E-Wiz. Bei „Poetry In Motion", das wie die übliche „A Little Less Conversation"-Variante startet, wird der singende Elvis-Kopf von Dancehall-Spezie Tango unterstützt, so dass der Song ab der Mitte gen Jamaica driftet. Den Endpunkt unter ein facettenreiches Album setzt Gangster Rapper Rhyno ganz im Stile Biggies mit dem wuchtigen „Black Clouds". Mit „The Breakup" verabschieden sich die Puppetmastaz würdevoll und führen die Idee der Puppenweltherrschaft zu einem, wenn schon nicht siegreichen, so doch erinnerungswürdigen Ende.

 

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