Interpret:
Pavement
Plattentitel:
Quarantine The Past: Best Of
Label:
Domino / Indigo
VÖ:
bereits erschienen
Punkte:
Keine Wertung
Autor:
Bastian Küllenberg
Wuppertal / Düsseldorf, 29.03.2010
Nun also auch Pavement, mag der erste Kommentar sein. „Quarantine The Past" lautet der Titel dieser Zusammenstellung, mit der nun auch die Herren um Stephen Malkmus in die Runde der „Best Of"-Bands eintreten. Sinnvollerweise wurden es aber keine „Greatest Hits" sondern einfach eine 23 Stücke umfassende Auswahl, die einem Stück Vergangenheit die eigene Zeitlosigkeit vor Augen hält.
Pavement werden von nicht wenigen als Sprachrohr einer Generation gesehen, tragen den Ehrentitel der „Erfinder des Slackertums" nicht ohne Grund und Stolz. Hymnen wie „Cut Your Hair" oder „Range Life" drücken auch heute noch Gefühle aus, die einem als sinnsuchendes Rädchen im Getriebe einer vernetzten, pseudo-technokratischen und kapitalistischen Weltgesellschaft beizeiten den Schlaf rauben können. „Stereo" ist ein weiterer klassischer Pavement-Moment, bei dem mit schlurfendem Gang die Massen bewegt werden.
Doch auch und gerade die Momente, in denen sich der Blick nach innen oder auf die Zwischenmenschlichkeit richtet, zeichnen diese Band aus. Hier etwa vertreten durch „Spit On A Stranger" oder „Gold Soundz". Leider fehlt beim „Best Of" mit „Major Leagues" ein persönlicher Favorit aus der leisen Ecke. Dies jedoch ist letztlich der Haken jeder Compialtion. Das „Beste" einer Band wie Pavement ist am Ende doch eine sehr persönliche Sache, „Quarantine The Past" allerdings ein wirklich gelungener Zugangsweg zu einer famosen Band. Die Reunion-Tour im Mai kann also kommen.
Video: „Range Life"