DETAILS

Interpret:
Melvins

Plattentitel:
The Bride Screamed Murder

Label:
Ipecac / Soulfood

VÖ:
bereits erschienen

Punkte:
5.5 von 10

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Autor:
Bastian Küllenberg
Wuppertal / Düsseldorf, 26.07.2010

PLATTENKISTE

Melvins - The Bride Screamed Murder

Melvins - The Bride Screamed Murder

Die Melvins erreichen Nummer 13 auf Ipecac. Insgeheim vermute ich ja, dass sich schon seit die Band 1999 zum Patton-Label wechselte und bereits auf einen Katalog von 9 Platten zurückblicken konnte, kaum einer der durchaus zahlreichen Melvins-Fans deren Alben überhaupt noch kaufte. Ihre Berechtigung haben die Veröffenlichungen aber nichtsdestotrotz, lassen sie sich doch hervorragend als Rechfertigung einer weiteren Tour hernehmen, was besagten Fans doch auch lieber ist.

Die Band ihrerseits scheint meine Vermutung zu teilen und gönnt sich ganz ohne Zwang den Luxus einiger bezahlter Studiotage und scheut sich nicht, The Who zu covern. Das ohnehin sehr selten gehörte „My Generation" wird von den Melvins in sieben Minuten als schwergängiger Stoner Rock zu Tode gewalzt, doch da hat man das Album bereits fast überstanden. Zum Auftakt bekommt man Rock mit „The Water Glass" sowie „Evil War God" und denkt noch, dass man zu solchen Liedern ganz herrlich durch den Nieselregen wandern kann. Allerdings, so denkt man fluchs weiter, wandern Menschen, die die Melvins hören, wohl nie ganz herrlich durch den Regen, sondern stampfen höchstens wutentbrannt oder, wenn sie traurig sind, fahren sie mit dem Panzer.

Am Ende steht mit „The Bride Screamed Murder" ein Album, das wenig überraschen kann. So bleiben die Melvins auch im Jahr 26 ihrer Existenz für manchen eben die zweiten Faith No More und für andere die ersten und einzigen Melvins.


 

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