DETAILS

Interpret:
Matt Pryor

Plattentitel:
May Day

Label:
Arctic Rodeo Recordings / Cargo Records

VÖ:
27.01.2012

Punkte:
7.0 von 10

Weiterführende Links:

Autor:
Lasse Paulus
Düsseldorf, 25.01.2012

PLATTENKISTE

Matt Pryor - May Day

Matt Pryor - May Day

Ich mag die Get Up Kids. Und ich mag auch die New Amsterdams. Folgerichtig mag ich auch den Sänger der beiden Bands – Matt Pryor. Pryor, mit eigenem kleinem Studio ausgestattet, steht für tolles Songwriting, eine markante Stimme, und eine faszinierende Melancholie in seinen Liedern. Demnach kann der Musiker aus Kansas City eigentlich auch auf seinem zweiten Soloalbum „May Day“ nichts falsch machen. Die zwölf kurzen, sehr spartanisch produzierten Tracks bieten dann auch die gewohnte Qualität. Manchmal etwas nervend, wie das nöhlige „The Lies Are Keeping Me Here“, doch meistens toll und auf den Punkt gebracht („Like A Professional“, „I Was A Witness“).

Alles in allem macht „May Day“ richtig Spaß. Der neue (alte) DIY-Ansatz den Pryor mit eigenem Label, eigenem Studio und Fanunterstützung in Form der Finanzierung durch Kickstarter verfolgt, ist zudem löblich. Es ist fast davon auszugehen, dass das die Zukunft des Musikbusinesses, abseits der wenigen richtig großen Acts, sein wird.

Das Einzige was stört, und da wiederhole ich mich leider ein bisschen, ist dieses ständige Gelaber, dass man nicht im üblichen Sinne touren möchte, sondern viel mehr Lust auf Wohnzimmerkonzerte etc. pp. hat. Für die einen mag das neu und eine Chance für Konzerte in intimen Rahmen sein, für die anderen ist es aber ein alter Hut und schlichtweg langweilig.


 

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