DETAILS

Interpret:
Magic Arm

Plattentitel:
Make Lists Do Something

Label:
Peacefrog / Rough Trade

VÖ:
bereits erschienen

Punkte:
8.0 von 10

Weiterführende Links:

Autor:
Bastian Küllenberg
Wuppertal / Düsseldorf, 14.09.2009

PLATTENKISTE

Magic Arm - Make Lists Do Something

Magic Arm - Make Lists Do Something

Vorhang auf für eine Platte aus der Kategorie mangelnde Aufmerksamkeit. In einer gerechten Welt hätte man bereits im Vorfeld dieser Veröffentlichung hier und da einen Hinweis auf das schlummernde Talent von Marc Rigelsford erhalten. Doch es ist nicht aller Tage Abend, das Debütalbum „Make Lists Do Something“ steht in den Läden, here we go!

Magic Arm nennt sich der Songwriter und Produzent, der mit seinem ersten Longplayer die persönliche Messlatte ziemlich hoch legt. „Laptop-Folk Troubar“ nennt ihn das Presseinfo und so ganz falsch liegt man damit nicht. In der Tradition der Beta Band verbindet Marc Rigelsford Samples und alte Synthesizer mit Rock-typischem Instrumentarium zu einem farbenfrohen, vielschichtigen Sound. Die geistigen Paten Willson und McCartney schweben durch den Raum, Vielfalt der Stile ist das Motto dieses Albums. Da bewegt sich der Gesang vom Opener „Widths And Heights“ zu Beginn beinahe gar in Doo-Woop-Gefilden, bevor später euphorische Bläser hinzutreten. „Outdoor Games“ dagegen ist ruhig und wird neben der sanften Stimme hauptsächlich von Piano und Akustikgitarre getragen.

Es ist kein Widerspruch, wenn in „Move Out“ mit arabischen Elementen gespielt wird, „Six Cold Feet Of Ground" dagegen die Neuinterpretation eines alten Blues-Songs ist. So folgt höchst schlüssig das gespenstische „Sound Of The Night“ auf die packende Space-Disco-Nummer „People Need Order“ und dabei hat man ein besonderes Schmankerl bislang noch unterschlagen. Magic Arm bedient sich nicht nur in vergangenen Jahrzehnten, sondern entführen mit „Daft Punk Is Playing At My House“ das LCD Soundsystem in die düsteren 80er. Untermalt von einem stampfenden, schleppenden Beat steht die Coverversion ganz im Zeichen des Wave.

Man darf schwer hoffen, dass Marc Rigelsford uns auch in Zukunft mit derartig abwechslungsreichen, atmosphärischen Kleinoden beglücken wird.  PS: Es gibt noch einen hidden track zu entdecken. 

 

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