DETAILS

Interpret:
Love A

Plattentitel:
Eigentlich

Label:
Rookie Records / Cargo

VÖ:
14.10.2011

Punkte:
7.5 von 10

Weiterführende Links:

Autor:
Lasse Paulus
Düsseldorf, 12.10.2011

PLATTENKISTE

Love A - Eigentlich

Love A - Eigentlich

Der Love Academy ist ein Teil ihres Namens abhanden gekommen. Seit dem nennen sich die fünf Musiker nur noch Love A. Und die kommen nun mit ihrem Debütalbum „Eigentlich“ um die Ecke. Die 13 Stücke springen zwischen Neu Deutsche Welle, Indie-Pop und Punkrock hin und her. Das klingt stellenweise etwas gewöhnungsbedürftig, macht aber trotzdem Spaß.

Songs wie „Ramones“, „Individuell“ oder „Originell“ sind ziemliche Ohrwürmer. Im Vergleich zu anderen deutschsprachigen Bands, die sich über ihre Texte definieren möchten, bleiben dem Hörer hier immer wieder Textzeilen von Sänger Mechenbier im Ohr. Das wiederum liegt an seiner Mischung aus Sprachwitz und Zynismus. „Sie sagen Dinge, spucken Fakten, schreiben Pop in Blogs und sind sich sicher. Gut gekleidet, Puls der Zeit, die Taschen voller Lifestylescheiß. Sie sind individuell, das machen sie gut...“ 

Aber man sollte Love A nicht ausschließlich auf ihre Texte reduzieren. Denn auch musikalisch klingt das alles wohldurchdacht. Mal treibend, mal zurückgenommen rockt sich die Band aus Trier durch ihre 13 Songs. Leider befinden sich in der zweiten Hälfte des Albums einige schwächere Songs („Hüpfburg“, „Schafe/Wölfe“ und „Uhren“), die nicht ganz so gut zünden, da nicht eingängig genug. Alles in allem gehört „Eigentlich“ zu den spannenderen Veröffentlichungen des Jahres.


 

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