DETAILS

Interpret:
La Stampa

Plattentitel:
Pictures Never Stop

Label:
Staatsakt. / Rough Trade

VÖ:
bereits erschienen

Punkte:
7.5 von 10

Weiterführende Links:

Autor:
Renate Bichert
Remscheid, 01.03.2010

PLATTENKISTE

La Stampa - Pictures Never Stop

La Stampa - Pictures Never Stop

Mutig, mutig! La Stampa verstoßen auf ihrem Debüt „Pictures Never Stop“ gegen ein ungeschriebenes Gesetz und mischen deutsch- und englischsprachige Songs auf einem Album. Doch bevor jetzt bei dir, lieber Leser, der Phantomschmerz einsetzt und du laut: „Wie kann man nur?“ schreist, gönn dir noch ein oder zwei Absätze. Vielleicht gefällt es dir ja doch.

La Stampa ist eine Band mit künstlerischem Anspruch. Ihre Heimat ist die Berliner und Hamburger Kunstzene, in der die vier Bandmitgleider selbst kräftig mitmischen. So ist Thomas Hug Co-Betreiber von Coma (Centre of Opinions in Music and Art, Berlin), um nur ein Beispiel zu nennen. Diese Kunstbegeisterung färbt auch auf ihre Musik ab. 

Die Liebe zum Stilbruch macht sich schon bei den ersten beiden Songs bemerkbar. Der erste Song „Information Man“ deutet noch ein lockeres Gute-Laune-Album an – man möchte am liebsten pfeifen und mitschnipsen. Doch schon folgt „You Were Imagining Things“ mit einer Kollision aus Joy Division und Gameboy-Musik. Wenig später kommt auch schon der erste deutschsprachige Song „Fred, So Einfach Ist Das Nicht“, der an DAF erinnert.

Ihr Label Staatsakt bezeichnet die Musik von La Stampa als „Popkubismus“ und es gibt wohl keine passendere Bezeichnung dafür. Jeder Song auf „Pictures Never Stop“ ist eine in sich schlüssige Form, doch zwischen den Songs liegen Welten. Als Album vereinigen sie sich in einem bunten und facettenreichen Bild, die Songs funktionieren aber auch als eigenständige Kunstwerke.

Video: „You Were Imagining Things"


 

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