DETAILS

Interpret:
Julia Stone

Plattentitel:
In The Memory Machine

Label:
PIAS / Rough Trade

VÖ:
25.02.2011

Punkte:
5.0 von 10

Weiterführende Links:

Autor:
Jan Nicolai Kolorz
Köln, 23.02.2011

PLATTENKISTE

Julia Stone - In The Memory Machine

Julia Stone - In The Memory Machine

Serge Gainsbourg und Jane Birkin, Al Bano und Romina Power, Rocco Siffredi und Gina Wild! Manche Künstler geben im Doppelpack erst richtig Gas und sind als Zweigestirn kaum wegzudenken. Julia Stone versucht es andersrum und bringt mit „In The Memory Machine“ den Stein für ihre Solo-Karriere ohne Bruder Angus ins Rollen. Das Terrain als Einzelgängerin betritt sie, wie erwartet, mit großen, geübten Schritten. Was drauf steht, ist auch drin. Seichtes, wackelndes Gezwitscher, ein paar Geigen, eine präsente Gitarre und das komplette Gesamtpaket musikalischer Notwendigkeiten der Marke Folk.

Viel mehr kommt leider nicht. Der Titeltrack sowie Songs wie „Catastrophe“ oder „Maybe“ klingen so uninspiriert wie Scarlett Johanssons Projekt mit Pete Yorn und lassen die Zusammenarbeit mit ihrem Bruder Angus vermissen. „Lights Inside This Dream“, ein heimlicher, auch schon einziger Höhepunkt der Platte, bietet da noch kammermusikalische Qualitäten mit dezentem Klavier und jazzigen Trompeteneinwürfen. Was Julia Stone dabei zu sagen hat, hat man auch schnell wieder vergessen. Das alles tut keinem Hörer so richtig weh, fast schon ärgert man sich über die mittelmäßige Verwurstung einer durchaus musikalischen, inspirierten Künstlerin, die nicht sehr weit mit ihrem geplanten großen Wurf kommt.


Prunkstücke

 
 
 

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