DETAILS

Interpret:
Jamie T

Plattentitel:
Kings And Queens

Label:
Virgin / EMI

VÖ:
bereits erschienen

Punkte:
7.5 von 10

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Autor:
Renate Bichert
Remscheid, 07.09.2009

PLATTENKISTE

Jamie T - Kings And Queens

Jamie T - Kings And Queens

„Mein zweites Album habe ich ausgelassen und stattdessen lieber gleich das dritte aufgenommen.“ Tatsächlich hat Jamie T jedes Recht, sein zweites Album „Kings And Queens“ sein drittes zu nennen. Er hat es in einem langwierigen Entwicklungsprozess ausgebrütet und Einflüsse von Bright Eyes bis The Clash darin verarbeitet. Die Zeit, in der er sein zweites Album hätte schreiben können, verbrachte Jamie T auf Tour – achtzehn Monate am Stück und immer wieder die selben Songs von „Panic Prevention“. Zu der Überanstrengung, die so eine Tour mit sich bringt, kam das schlechte Gewissen. Jamie T wollte seine Fans nicht mehr mit den alten, „ausgelutschten“ Songs von „Panic Prevention“ abfertigen.

Er beschloss eine Auszeit zu nehmen und neue Songs zu schreiben. Er probierte sich selbst aus, durchlief eine Akustikphase, die von Bob Dylan, Joanna Newsom, Ryan Adams und Bright Eyes inspiriert war und schrieb jede Menge Songs, die ihn selbst genervt haben. Aus dieser Zeit sind die Songs „Emely’s Heart“ und „Spiders Web“ übrig geblieben. Dem entgegen stand eine Punk- und Hardcorephase, wobei The Clash zu seinen wichtigsten Einflüsse gehören. Doch in einigen Songs kann man den alten Jamie T noch raushören. So klingt der erste Song „368“ noch sehr nach „Panic Prevention“. Auch sein markanter Rap-Gesang-Mix und seine ironischen Texte sind ihm erhalten geblieben. Man kann bei jedem Song auf „Kings And Queens“ ungefähr erahnen, wann er entstanden ist, oder was Jamie T zu dieser Zeit gehört hat.

Die Songs auf „Kings And Queens“ stehen in keiner Albumtradition, sie sind selbstständig und unabhängig voneinander. Man muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn man sich seine Lieblingssongs rauspickt und im Shuffle hört. Das hat Vor- und Nachteile, aber wem der einzelne Song wichtiger ist als das Gesamtkunstwerk Album, wird sich an den vielen sehr guten einzelnen Songs auf „Kings And Queens“ erfreuen.

 

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