DETAILS

Interpret:
Fionn Regan

Plattentitel:
The Shadow Of An Empire

Label:
Heavenly / Cooperative Music / Universal

VÖ:
bereits erschienen

Punkte:
8.0 von 10

Weiterführende Links:

Autor:
Renate Bichert
Remscheid, 08.03.2010

PLATTENKISTE

Fionn Regan - The Shadow Of An Empire

Fionn Regan - The Shadow Of An Empire

Drei Jahre nach seinem hoch bejubelten Debüt „The End Of History“ präsentiert Fionn Regan nun sein Zweitling „The Shadow Of An Empire“. Die lange Reifezeit hat sich gelohnt. „The Shadow Of An Empire“ hat einen ganz anderen Charakter als sein Vorgänger und ist für sich ein großartiges Werk geworden.

Eine der wichtigsten Entwicklungen, die Fionn Regan nach seinem ersten Album durchgemacht hat, war dass er sich fast komplett von seinen Folkballaden verabschiedet hat. Folk nimmt zwar immer noch einen großen Teil in seiner Musik ein, doch hat Regan seinen Songs auf „The Shadow Of An Empire" wesentlich mehr Tempo und Fülle gegeben. Er bewegt sich nun irgendwo zwischen Folk, Rock und Blues. Mal schlägt die eine Seite stärker aus, mal die andere, doch stecken in jedem Song alle drei Elemente.

Jedem Song ist ein lockerer, natürlicher Zynismus eingehaucht, der sich in den unterschiedlichsten musikalischen Formen ausdrückt. Währen der erste Song „Protection Racket“ die Adam Green-typischen Spielereien mit Brüchen im Metrum adaptiert, klingt der Titeltrack „The Shadow Of An Empire“ wie Tom Waits mit heller Stimme. Zu den wichtigsten Themen auf dem Album gehören Gewalt und Sadomasochismus. In „Catacombs“ bietet er einer äußerlich braven Mutter Geld, damit sie ihn verprügelt und dabei selbst lernt, wie sie sich gegen ihren gewaltbereiten Mann wehrt. In „Violent Demeanour“ geißelt er sich selbst und bettelt: „I’m a violent demeanour / So tie me to a chair / Till it’s out of my system"

„The Shadow Of An Empire" ist das richtige Album für alle, die zwar Folk mögen, sich aber hin und wieder ein bisschen mehr Pepp wünschen. Es kickt die Stimmung rauf und bleibt dabei künstlerisch anspruchsvoll. Auch an charismatischen Ecken und Kanten hat Fionn Regan nicht gespart und genau die richtige Mischung aus Perfektion und Charakter gefunden.


 

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