DETAILS

Interpret:
Fever Ray

Plattentitel:
dto.

Label:
Rabid Records / Cooperative Music / Universal

VÖ:
bereits erschienen

Punkte:
8.0 von 10

Weiterführende Links:

Autor:
Renate Bichert
Remscheid, 09.03.2009

PLATTENKISTE

Fever Ray - dto.

Fever Ray - dto.

Karin Dreijer Andersson ist als Stimme von The Knife bekannt geworden. Jetzt hat sie ein eigenes Projekt, Fever Ray, auf die Beine gestellt und zeigt auf dem gleichnamigen Album eine ganz neue Seite von ihr, ohne ihren Stil zu verlieren.

Das Album beginnt mit einem schleichenden Brummen, das den Song „If I Had A Heart“ einleitet. Es ist ein zugleich düsterer und meditativer Song. So schleichend wie „If I Had A Heart“ beginnt, geht er auch zu „When I Grow Up“ über.

Auch der Rest des Albums ist von einer dunklen, tristen und etwas gruseligen Stimmung geprägt. Hier und da erklingt mal eine Flöte zwischen sanften Synthesizern und E-Drums. Wie eine schwarze Wolke hüllt die Musik alles in Ruhe und Isolation. Die Mischung von diesen weichen, aber traurigen Tönen und Dreijer Anderssons schneidender Stimme hat etwas hypnotisches, als wolle sie uns dazu verführen, mit in ihre Zauberwelt zu kommen.

Da Dreijer Anderssons Stimme mit ihrem schwedischen Akzent und dem leichten Zittern in ihrer Stimme sehr markant ist, komt man nicht drum herum, sie mit ihrer Band The Knife zu vergleichen, die sie zusammen mit ihrem Bruder gegründet hat. Natürlich hört man Fever Ray den Hintergrund bei The Knife an, schließlich macht sie fünfzig Prozent der Band aus. Trotzdem könnten die Songs von Fever Ray niemals mit der Marke The Knife versehen werden. Dreijer Andersson hat zwar ihren Beitrag aus The Knife herausgelöst, sodass ihr Soloprojekt weniger beatlastig und poppig ist, doch hat sie Fever Ray auch etwas anderes beigefügt. Sie hat um Fever Ray eine mystische Aura aufgebaut, die bei The Knife nicht mal halb so stark durchscheint.

Dreijer Andersson hat es geschafft, ihrem Soloprojekt die größtmögliche Einzigartigkeit zu verleihen und dabei trotzdem ihre Wurzeln nicht zu verlieren. Nebenbei ist ein wirklich gutes Album dabei heraus gekommen.


 

Freunde

 
 
 
 

Wir Präsentieren:

 
 
 
 

Prunkstücke