DETAILS

Interpret:
Egotronic

Plattentitel:
Egotronic

Label:
Audiolith / Broken Silence

VÖ:
bereits erschienen

Punkte:
6.5 von 10

Weiterführende Links:

Autor:
Bastian Küllenberg
Wuppertal / Düsseldorf, 17.11.2008

PLATTENKISTE

Egotronic - Egotronic

Egotronic - Egotronic

Leichte Schläge auf den Hinterkopf erhöhen bekanntlich das Denkvermögen. Wie aufs Stichwort erscheint daher jetzt das selbst betitelte neue Album von Egotronic und teilt ordentlich aus. Das Trio, dessen Song „Raven Gegen Deutschland“ ihnen einige Aufmerksamkeit eingebracht hatte, ist zurück und legt sich mit Album Nummer drei ordentlich ins Zeug. „D.I.Y. Tanzbeats und linke Wach-Texte“ nennt das Presseinfo diese Töne. Auf los geht's los, wäre ein Genre, das sich zu erfinden lohnen würde.

Vor kurzem erschien die Single „Kotzen“ als kleiner Vorgeschmack und der Song macht auch zum Auftakt des Albums eine sehr gute Figur. Die offensive, selbstbewusste Nummer liefert eine Tanzbodentreibjagd par excellence und featured zudem Walter Schreifels. Alles richtig gemacht bisher und es folgen mit „Heut Nacht“ oder „Tanzen Gehen“ weitere laute Ansagen. Egotronic sind keine Freunde der leisen Töne, sondern sorgen für Antrieb und Vorwärts. Wummernde Beats und Gitarrensamples machen aus diesem Techno eine Rockshow. Was außerdem zählt ist die Gemeinschaft. Mit dem Produzenten-Duell „Rampue Vs. Egotronic und „What I Don't Do“ bei dem The Dance Inc. mit dabei sind, finden sich einige Freunde aus dem Audiolith-Kosmos auf der Platte.

Auch wenn es abgedroschen klingen mag, aber Egotronic kommen dem, was Disco- oder Neo-Punk sein könnte, mit dem neuen Album recht nah. Durchweg tanzbar und dabei doch nicht auf den Kopf gefallen, vereint „Egotronic“ Nu-Rave-Kids und Punkerjugend. Klar, dass dies vor allem abseits des heimischen Wohnzimmers zu Hochform aufläuft. Weiterhören sollte man auch bei Der Tante Renate oder Frittenbude.


 

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