Interpret:
Earthbend
Plattentitel:
AttackAttackAttack
Label:
Nois-O-Lution / Indigo
VÖ:
bereits erschienen
Punkte:
7.0 von 10
Autor:
Tobias Wecker
Düsseldorf, 30.08.2010
Augen zu, Volumen aufdrehen und ab geht die Zeitreise in die 60er und 70er. Bei nur wenigen funktioniert das so gut wie bei Earthbend, die auch auf ihrem dritten Album zu keinem Zeitpunkte einen Hehl aus ihrer Liebe zu The Who, Black Sabbath, Led Zeppelin und Co machen. Natürlich, innovativ ist das nicht, aber wen interessiert das schon, wenn die Songs so gut klingen wie die auf „AttackAttackAttack“.
Earthbend setzen also auf ihre Stärken, die sie auch schon auf ihren ersten beiden Alben scheinbar so leicht und locker aus dem Ärmel geschüttelt haben: Leicht psychedelische Gitarren werden kombiniert mit Fußorgeln, schönen Melodien und Andrè Kunzes etwas sehnsuchtsvoller Stimme. Die Unterschiede liegen eher in Nuancen: Die Songs sind reduzierter und kommen weniger episch daher als noch auf dem Vorgängeralbum, bei dem auch schon mal an der 10-Minuten-Marke gekratzt wurde.
Bei den elf Songs gibt es keinen Ausfall und einige, die sich abheben. Stücke wie „Zombie“, „Driller Killer“ und „Ozzy Attack“ orientieren sich am klassischen Rock, sind aber doch eine Nummer progressiver und weniger eingängig. Daraus bleiben Earthbend weiter eine Band für Liebhaber, der der große kommerzielle Durchbruch wohl auch mit „AttackAttackAttack“ verwehrt bleiben wird. Wie schön, dass sie es nicht drauf anlegen.
Video: „Ozzy Attack"