DETAILS

Interpret:
Danton Eeprom

Plattentitel:
Yes Is More

Label:
Infiné / Alive

VÖ:
bereits erschienen

Punkte:
7.0 von 10

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Autor:
Bastian Küllenberg
Wuppertal / Düsseldorf, 22.02.2010

PLATTENKISTE

Danton Eeprom - Yes Is More

Danton Eeprom - Yes Is More

Danton Eeprom erfüllt sich Wünsche. Der französische Produzent, der sein eigenes Label unterhält und in der jüngeren Vergangenheit Remix-Arbeiten für Künstler wie Little Boots, Simian Mobile Disco oder Röyksopp abgeliefert hat, legt nun nach einige Singles und EPs das erste Album vor. Auf „Yes Is More" versammeln sich Einflüsse aus 80er-Synthies, zeitgemäßem Electro und Disco zu einer abwechslungsreichen und durchaus tanzbaren Popmusik.

Den Auftakt macht „Thanks For Nothing" und leuchtet dabei eine Leitlinie der Konstruktion Eeprom aus. Wiederholung eines Themas und der Einsatz von loops sind die maßgeblichen Arbeitstechniken, wodurch viele Stücke eine monotone Hypnosewirkung besitzen. Ähnliche Bauteile fügen sich so im Verlauf der Stücke zu ebenso eingängigen, wie abwechslungsreichen  Melodien zusammen. Bei „Give Me Pain" sorgt ein smarter Basslauf Richtung Unterleib dafür, dass man beizeiten gar an den Space Funk von Raz Ohara And The Odd Orchestra denkt, während der Bass in „Tight" wuchtig pumpen darf und von Keyboard-Fanfaren aktzentuiert wird.  

Danton Eeprom ist auf der Suche nach seinem eigenen Sound und mischt das schicke, theatralische Erzählstück „The Feminine Man" zwischen Hits wie „Confessions Of An English Opium-Eater" oder das sanfte „Lost In Music", bei dem er gesanglich von Au-Revoir-Simone-Chanteuse Erika Forster unterstützt wird. Auch die großen Gefühle und eine Gratwanderung am Abgrund des Kitsch sind dem Franzosen nicht fremd und so hört man im 80er-lastigen „Vivid Love" einen Chor und darf sich gern fragen, ob die Platte nicht besser nach zehn Titel beendet worden wäre.

Insgesamt ist „Yes Is More" ein ansprechendes, streckenweise mit einem angenehm sympathischen Augenzwinkern versehenes Popalbum geworden, das dem aktuellen Trend folgt, seine Grundideen wieder aus den synthetischen 80er-Jahren und dem besten von Disco und House in ihrer ursrpünglichen Form zu beziehen.


 

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