DETAILS

Interpret:
Crystal Stilts

Plattentitel:
Radiant Door

Label:
Sacred Bones / Secretly Canadian / Cargo Records

VÖ:
bereits erschienen

Punkte:
6.5 von 10

Weiterführende Links:

Autor:
Julia Seiffert
Köln, 18.01.2012

PLATTENKISTE

Crystal Stilts - Radiant Door

Crystal Stilts - Radiant Door

Es ist Winter, es ist kalt und man friert. Doch plötzlich kommen fünf junge Männer aus Brooklyn daher und vertreiben den eisig harten Wind mit warmen Melodien. Sommer im Winter, zwar nur in den Ohren, doch die Gedanken fangen an zu fliegen. Weit weg aus dieser alltäglichen Tristesse aus Grau in Grau. 

Nach ihrem zweiten Album „In Love With Oblivion“ haut das fleißige Quintett zu Anfang des jungen Jahres gleich den Vorboten für den bestimmt in naher Zukunft erscheinenden Longplayer heraus und gibt somit einen Vorgeschmack auf neu entstandene instrumentale Strukturen. Sie bewegen sich nun fernab der Dunkelheit und lassen ihre Melodien auch mal im helleren Glanz des Lichts erstrahlen. Produziert wurde die Mischung aus Rätselhaftigkeit und Romantik wieder von Gitarrist JB Townsend, der sich diesmal zusätzliche Hilfe von Gary Olsen dazu holte.  

„Radiant Door“ reflektiert nicht nur die Experimentierfreudigkeit der Band, sondern zeigt auch einige ihrer dynamischsten Aufnahmen. Crystal Stilts wollen sich nicht mehr nur in quälenden, düsteren und dunklen Melodien suhlen und die Vergleiche zu Joy Division hängen der Band auch aus den Ohren heraus. Sie wollen einen Umbruch. Etwas Neues. Endlich mal eine andere Seite zeigen. Zwar sind die üblichen Fragmente, bestehend aus im Echo ersaufenden Gesängen gepaart mit hallendem Surfrock und einer schwindelerregenden Orgel, immer noch vorhanden, bewegen sich dennoch auf einer neuen Ebene. Alles wirkt freundlicher, aufgelockerter und lebensbejahender. Das akustische Klimpern, die Hand Claps und die schimmernden Gitarrenlinien tun ihr Übriges.

Man könnte jetzt noch weiter ausschweifen und sich im Gestrick der musikjournalistischen Fachbegriffe verlieren, doch sich auf das Wesentliche zu beschränken ist manchmal angebrachter, denn mehr ist dem nicht mehr hinzuzufügen. Die Veränderung hat stattgefunden. Mal sehen, ob sich das Ziel, die Formvollendung auch auf dem dritten Album fortsetzt und ausbaut. Eine bittersüße Träne bleibt: Sie wollen weg von ihrem bis dato erlangtem poppigen Image. Hoffentlich verlieren sie sich dabei nicht selbst. 

Stream: „Radiant Door“

Crystal Stilts - Radiant Door by sacredbones


 

Freunde

 
 
 
 

Wir Präsentieren:

 
 
 

Prunkstücke