Interpret:
Cobra Starship
Plattentitel:
Hot Mess
Label:
Warner
VÖ:
bereits erschienen
Punkte:
1.0 von 10
Autor:
Matthias Dersch
Essen, 22.02.2010
Es wäre unfair zu sagen, Cobra Starship und ihre Musik wären genauso geschmacklos wie das Albumcover zu ihrem neusten Album „Hot Mess“. Denn damit würde man vor allem denjenigen Unrecht tun, die auf die Songs der Band um Frontego Gabe Saporta abfahren - und das sind, blickt man auf die Charterfolge der Amerikaner, erschreckend viele.
Unter Licht betrachtet sind Songs wie „Good Girls Go Bad“ oder „Nice Guys Finish Last“ aber genau das - irgendwie geschmacklos. Oder mit Geschmacksverstärkern übersättigt. Was ungefähr auf das gleiche hinausläuft. Und wenn man dann noch liest, dass American-Idol- Jurymitglied Kara DioGuardi - quasi der weibliche Dieter Bohlen Amerikas - an den Stücken mitgewerkelt hat und Leighton Meester (of Gossip-Girl-Fame) bei „Good Girls Go Bad“ am Mikro steht, ist der Drops eigentlich endgültig gelutscht. So laut hat schon lange niemand mehr nach kommerziellem Erfolg geschrieen...Das ist Plastik-(HipHop)-Pop galore und so klebrig süß, dass die Geschmacksknospen auf der Zunge am liebsten Amok laufen würden!
Aber ist es fair, auch ein oberflächliches Produkt wie Cobra Starship mit ebenso oberflächlicher Kritik zu reagieren? Nein, ist es nicht. Aber man muss als Kritiker ja auch nicht immer fair sein. Vielleicht bin ich aber auch nur zu alt für den Scheiß...