DETAILS

Interpret:
Calexico

Plattentitel:
Carried To Dust

Label:
City Slang / Universal

VÖ:
bereits erschienen

Punkte:
8.0 von 10

Weiterführende Links:

Autor:
Dominik Knauf
Köln, 09.08.2008

PLATTENKISTE

Calexico - Carried To Dust

Calexico - Carried To Dust Back to the roots. Nach dem, vorsichtig formuliert, enttäuschenden "Garden Ruin" melden sich Joey Burns und John Convertino mit einem Paukenschlag zurück. Bereits der Eröffnungssong „Victor Jara’s Hands" gibt die Marschrichtung vor: Zurück in die Zukunft. Mit einfachsten Mitteln wird nach den mediokren Folkphantasien des Vorgängers wieder Siesta-Stimmung erzeugt, diese typischen Calexico-Momente: Martin Wenks Mariachi-Trompete klagt wieder sehnsuchtsvoll und gedankenverloren, während die Drums mit leichten Wirbeln und Klicks sanften Druck aufbauen, die Gitarren dazu uneigennützig assistieren.

„Carried To Dust" ist dabei jedoch keine bloße Kopie früherer Glanztaten geworden, sondern bereichert den Fundus mit feinen Variationen. Wurde auf „Feast Of Wire" noch von Stevie Nicks gesungen, so klingt der Refrain zu „Two Silver Trees" wie eine magische Fleetwood Mac-Referenz. Die Kleinigkeiten machen hier den Unterschied aus: Die wohlbekannte Steelguitar aus „The News About William" kommt einem gelegen wie ein guter Freund, den man schon lange nicht mehr gesehen hat.

Es bleibt eine staubtrockene Angelegenheit, nicht allein wegen des auf spanisch gesungenen Intermezzos "Inspiracion." Musik, wie gemacht für die Wüste, in der gelegentlich Oasen wie „Man Made Lake" auftauchen und mit Glockenspiel und Orgel das Klangbild auflockern. Trotz aller Globetrotterei, die manche auf diesem Album ausmachen mögen, ist „Carried To Dust" garantiert nicht das Werk, das man von Calexico nach „Garden Ruin" hätte erwarten können. Es ist eine Liebeserklärung an ihre Heimat geworden. Welcome back to Tucson, Arizona.


 

Freunde

 
 
 
 

Wir Präsentieren:

 
 
 

Prunkstücke