DETAILS

Interpret:
Benzin

Plattentitel:
Streichholzschachtelmasterplan

Label:
mossBEACH / Rough Trade

VÖ:
bereits erschienen

Punkte:
6.0 von 10

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Autor:
Dominik Knauf
Kropp, 22.02.2010

PLATTENKISTE

Benzin - Streichholzschachtelmasterplan

Benzin - Streichholzschachtelmasterplan

Seine neues Album „Streichholzschachtelmasterplan“ zu nennen, wenn man die Band Benzin getauft hat, das zeugt schon einmal von Risikofreude. Ein explosives Gemisch, Feuer und Treibstoff, möchte man meinen. Und tatsächlich beginnt das Album mit den krachigen „Stopp“ und „Bewegung“ wie ein auf Touren gekommener Monstertruck, der alles im Weg stehende kurzerhand von der Straße räumt. Barrieren gibt es keine, es wird frei nach vorne gespielt, ohne Rücksicht auf Verluste.

Das Ulmer Quartett muss sich mit ihrer dritten Veröffentlichung nicht hinter der nationalen Konkurrenz verstecken, denn die Produktion ist dermaßen auf den Punkt gebracht, dass ihre dreiminütigen Punkrocksongs ihr durchaus vorhandenes Potenzial entfalten können. Abwechslungsreich spielen sich Benzin durch 13 Songs, die neben den üblichen lauten Gitarrenkrachern auch durchaus unübliche Seiten aufzeigen.

„Indiestar“ ist zwar kein waschechter Indiehit, wie der Song uns suggerieren möchte, mit seinen kurz angebundenen Gitarren und dem pulsierenden Bass ist man aber auch nicht weit davon entfernt. Der letzte Track „Fuenfzehn“ ist dann der typische Rausschmeißer, der nur zur angedengelten E-Gitarre gespielt wird. „Kein Schnaps der Welt schreibt solche Geschichten“, möchte uns Sänger Sebastian Schwaigert im Refrain weismachen. Dass die Songs des Albums ohne einen einzigen Tropfen entstanden sein sollen, das wagen wir jetzt doch einmal zu bezweifeln.

 

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