DETAILS

Interpret:
Benjamin Damage & Doc Daneeka

Plattentitel:
They! Live

Label:
50 Weapons / Rough Trade

VÖ:
bereits erschienen

Punkte:
6.5 von 10

Weiterführende Links:

Autor:
Christopher Szwabczynski
Steinfeld, 08.02.2012

PLATTENKISTE

Benjamin Damage & Doc Daneeka - They! Live

Benjamin Damage & Doc Daneeka - They! Live

Ein Jahr vor Veröffentlichung ihres Debüt-Albums, ziehen die britischen House-Produzenten Doc Daneeka und Benjamin Damage die goldene Karte. „Creeper“ erscheint auf dem zweiten Modeselektor-Label 50 Weapons und wird auf dem Dancefloor gleich als Heilsbotschaft verstanden. Was nach dem Trumpf kommt, ist ein Debüt-Album, das allen Erwartungen gerecht wird. Sich aber genau deswegen auch verrechnet.

Benjamin Damage & Doc Daneeka könnten neben den beiden Label-Papas, als zwei junge Ziehsöhne durchgehen. Das neu gegründete Produzenten-Duo blickt dabei jedoch auf ebenso schillernde Erfolge unter der Glitzerkugel wie Modeselektor selbst. Daneeka‘s Remix für Breach‘s „Fatherless“ krachte 2010 mit seinen Snares vom Club direkt durch die einschlägige Presse, ebenso wie Damage, der als junge House-Hoffnung geahndet wird. Auf ihrem gemeinsamen Debüt „They! Live“ bringt das frisch gemachte Duo alles zusammen. Dass im Album-Format noch viel mehr hätte schief gehen können, quittiert hier wohl die eigene Waghalsigkeit.

Opulent besteht „They! Live“ mal aus Dubstep-Bausteinen, lupenreinen Clubmomenten und dann wieder Soul-beeinflusstem UK-Funk. Wie in „Battleships“ liefert hier Abigail Wyles‘ Stimme ein klärendes Moment. Solange, bis der nächste Kracher losgelassen wird. Wechselweise lösen Dancfloor-Filler, Club-Balladen ab. Eine Wechselwirkung, die nicht ganz aufzugehen vermag. Das Produzenten-Duo möchte Soul und Oberwahnsinn in einem. „They! Live“ versucht verhalten ein Berlin-Album zu sein, gleichzeitig den UK-Faktor zu wahren.

Ursprünglich als reines 12-Inch-Label gedacht, mischt Modeselektor‘s 50 Weapons nun breitaufgestellt in der Label-Landschaft mit. Benjamin Damage & Doc Daneeka reihen sich ein, zwischen Cosmin TRG und Anstam. Trotz ihrer Konzeptlosigkeit. Ein Album, das vielmehr Single ist.

Video: „Halo“


 

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