DETAILS

Interpret:
Aura Dione

Plattentitel:
Columbine

Label:
Island / Universal

VÖ:
bereits erschienen

Punkte:
6.0 von 10

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Autor:
Dominik Knauf
Köln, 07.12.2009

PLATTENKISTE

Aura Dione - Columbine

Aura Dione - Columbine

Aura Dione ist in ihrer Heimat Dänemark bereits seit letztem Jahr ein gefeierter Star und auch hierzulande schickt sie sich gerade an, mit ihrem Debütalbum „Columbine“ die Charts zu erobern. Trotz ihres Chartspotenzials und dem nicht zu verhehlenden Popappeal steckt in der Musik Aura Diones viel mehr als der übliche Einheitsbrei von vergleichbaren Konsorten. Das macht nicht zuletzt der Track „Antony“ deutlich, in dem Aura Dione dem großen Antony Hegarty huldigt und sich selbst als Stütze in der Not anbietet: „I could be your Antony“.

Doch vom großgefühligem Pathos eines Antony ist Aura dennoch meilenweit entfernt. Mit ihrem Timbre erinnert die 23-jährige des öfteren an eine europäische Version Shakiras, doch die Songs entziehen sich jedem Arschwackeln oder Hüftschwung und halten sich dezent im Spannungsfeld aus Folk mit leichten elektronischen Sprengseln. Das führt zu Ohrwürmern der besseren Sorte wie im luftigen „Song For Sophie“, kann jedoch auch auf die Nerven gehen, wenn Aura in „You Are The Reason“ mit seinem seichten Refrain zu viel will und dann schlussendlich wie eine schlechte Kopie Leona Lewis' klingt, die sich gerade anschickt, bei Popstars die große Karriere zu starten. Dann ist der Finger schneller auf der Skiptaste als der Song aus dem Ohr.

Doch glücklicherweise halten sich solche Momente in Grenzen, meist ist „Columbine“ eine recht kurzweilige Angelegenheit, die erfrischend unterhaltsam ist. „I Will Love You Monday (365)“ ist ein funky Squaredance und „Stay The Same“ greift auf unpeinliche Art das Thema des alten Chris-Rea-Songs „On The Beach“ auf. Halten wir also fest: nichts weltbewegendes, doch irgendwie gönnen wir ihr den Chartserfolg.


 

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