DETAILS

Interpret:
A Place To Bury Strangers

Plattentitel:
Onwards To The Wall EP

Label:
Dead Oceans / Cargo

VÖ:
10.02.2012

Punkte:
8.0 von 10

Weiterführende Links:

Autor:
Lukas Schöttner
Leipzig, 08.02.2012

PLATTENKISTE

A Place To Bury Strangers - Onwards To The Wall EP

A Place To Bury Strangers - Onwards To The Wall EP

Viel zu lange ist es her, dass man sich die neusten Gitarrengewitter von A Place To Bury Strangers in die eigenen vier Wände holen konnte. Dreimal Raketen in die Luft schießen und Weihnachtsbäume aufstellen lag immerhin dazwischen. Und wer sich bislang gefragt hat ob die Nachbarn noch die gleichen sind, wie jene, die damals zu „Exploding Head“ den Treppenstieg nicht scheuten um sich über den „Unzumutbaren Lärm“ zu beschweren, dem sei schon bald eine Antwort geboten. Denn A Place To Bury Strangers liefern mit ihrer EP „Onwards To The Wall“ eine der besten Grundlagen, die freundlichen Rentner von Unten kennen zu lernen.

Was man aufgrund des für A Place To Bury Strangers typischen Sounds vielleicht nicht hört ist ein neues Gesicht. Bassist Dion Lunadon lässt die neuen Tracks im vergleich zu altem Material melodisch, direkt,
ja, fast poppig klingen. Doch dem alten eingesessen Hörer, der bei Wörtern wie poppig im Zusammenhang mit APTBS bereits die Nase rümpft sei gesagt, dass „Onwards To The Wall“ trotz allem da anknüpft, wo die beiden Vorgänger aufhörten. Die Divise lautet nach wie vor: spartanische Songstrukturen treffen auf kontrolliertes Chaos. Noise trifft Shoegaze. My Bloody Valentine treffen die frühen The Jesus and Mary Chain. Von den Wänden abbröckelnder Putz trifft Nachbars Katze. Selbst der unerwartet auftauchende weibliche Gesang im Titeltrack nimmt „Onwards To The Wall“ in keinster Weise die Eier, da Gitarrist und Sänger Olive Ackermann wieder einmal durch selbst zusammengelötete Gitarreneffektgeräte für die verschiedensten Varianten von Feedback und Fuzz sorgt. Nach knapp 15 Minuten ist der Spaß allerdings schon vorüber, wobei das vermutlich auch seinen Vorteil hat. Denn ich für meinen Teil, kenne die Nachbarn besser als mir lieb ist.

Video: „So Far Away"

A Place to Bury Strangers "So Far Away" from Secretly Jag on Vimeo.


 

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