DETAILS

Interpret:
A Place To Bury Strangers

Plattentitel:
Exploding Head

Label:
Mute / EMI

VÖ:
bereits erschienen

Punkte:
8.0 von 10

Weiterführende Links:

Autor:
Bastian Küllenberg
Wuppertal / Düsseldorf, 16.11.2009

PLATTENKISTE

A Place To Bury Strangers - Exploding Head

A Place To Bury Strangers - Exploding Head

Es gibt Tage, da braucht man genau das. „Exploding Head", die kleine Krach-gestützte Gehirndusche für zwischendurch. Dieses Album bläst den Kopf frei von Sorgen, Zweifeln oder Gedanken an Menschen, die einen verärgern und lässt alles nervige Gedankengut an einer massiven Klangmauer zerbersten.

A Place To Bury Strangers haben mit ihrem zweiten Album einen großen Wurf gelandet und stricken so eine Geschichte fort, die nach dem überzeugenden selbstbetitelten Debüt vor zwei Jahren die ersten Meriten in Form geteilter Bühnen mit dem Black Rebel Motorcycle Club oder den großen Ideengebern The Jesus And Mary Chain ernteten konnte. Nun also „Exploding Head" und damit die Ansage, dass diese Musik den ein oder anderen Hörgang sprengen könnte.

Die New Yorker bewegen sich hier immer dicht an der Schmerzgrenze des Hörbaren. Das ist übersteuert, frenetisch, brachial und doch sonderbar hypnotisch melodiös. „Ego Death" ist so ein Song, bei dem man sich beinahe dabei ertappt, den Lautstärkeregler ein wenig nach unten zu korrigieren. Welch ein Fehler jedoch, angesichts energischer Ausbrüche wie „It Is Nothing" oder „Lost Feeling". Auch „Keep Slipping Away" gehört zum feinsten, was man in Sachen Noise Pop zuletzt gehört hat.

„Exploding Head" ist die Verschmelzung von psychedelischer Rockmusik, Shoegazing, Proto Punk und New Wave. Es mag von Vorteil sein, dass in diesem Jahr ein verrauschter Klang dank Bands wie The Pains Of Being Pure At Heart, Wavves oder Crystal Stilts bereits hoch im Kurs steht. A Place To Bury Strangers fügen diesem infernalischen Trio nun eine weitere, drückende Facette hinzu und schaffen so die Quadratur des Kreises.


 

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