DETAILS

Interpret:
Roger

Titel:
Nur mehr ich sein

Weiterführende Links:

Autor:
Jan Steiger
Köln, 02.06.2008

INTERVIEWS

Roger - Nur mehr ich sein

Roger - Nur mehr ich sein

Als Teil der HipHop-Combo Blumentopf hat Roger schon die ein oder andere Bühne gerockt. Nun ist der sympathische Münchner auf Solotour samt zugehörigem Album unterwegs. Vor der Show im familiären Kölner Studio 672 stand zuallererst die bange Frage nach einer Lösung für die technischen Probleme im Vordergrund. Irgendwo zwischen Laptop, USB-Kabel und Serato-System hatte sich der Fehlerteufel eingeschlichen. Trotz der widrigen Umstände nahm sich Roger die Zeit, die Fragen von Crazewire in aller Ruhe und Ausführlichkeit zu beantworten. Am Ende waren dann alle Befürchtungen bezüglich des USB-Problems umsonst und das Daumendrücken zahlte sich aus – sowohl auf der Bühne, als auch in der Crowd wurde nach allen Regeln der Kunst gerockt.

Crazewire: Warum kommt dein Soloalbum gerade jetzt zu diesem Zeitpunkt?

Roger: Ein Soloalbum war nie so richtig geplant, das hat sich mehr so ergeben. Es war absehbar, dass sich bei verschiedenen Leuten aus der Band was ansammelt und das jetzt ein guter Zeitpunkt dafür ist. Es wäre auch vor der letzten Platte gegangen. Wir haben nur gesagt: „Hey, lass uns das jetzt machen.“ Der Wunder macht gerade seinen Doktor (in Physik, Anm. d. Verf.). Dann kann sich jeder austoben. Er macht seinen Doktor fertig und wir nerven ihn nicht mit Studioterminen für Topf-Sachen. Ich denke, dass der Augenblick jetzt ganz gut war. Es wäre halt schon vorher gegangen, aber jetzt konnten wir es gut arrangieren.

Crazewire: Gibt es auch Soloprojekte von den anderen Topf-Mitgliedern?

Roger: Ja, es gibt vom Sepalot noch ein Soloalbum, das ein Produzentenalbum ist. Der Cajus macht auch noch ein Album. Der ist auch schon relativ weit und kommt im September. Sepalot kommt vor mir am 6. Juni raus. Der Schu ist eigentlich auch mit der Janna zusammen dran. Wann und ob das richtig rauskommt, kann ich aber nicht sagen. Ich hoffe, dass es rauskommt. Die sind auch so super kritisch. Die machen 6 Monate das und 6 Monate was anderes. Also drückt denen die Daumen.

Crazewire: Welcher Teil deiner Persönlichkeit kommt bei deinem Album zum Vorschein, der bei Blumentopf-Alben bisher im Hintergrund stand?

Roger: Eigentlich ist es gar kein großer Unterschied. Der Unterschied ist mehr, dass ich bei einer Topf-Platte natürlich nur ein Fünftel des Ganzen bin. Mein Grundstill ist schon der gleiche, nur dass dieser jetzt die ganze Platte ausmacht. Natürlich ist es so, dass wir bei Topf-Platten mehr Absprachen haben und dass ich mich jetzt mehr austoben konnte. Der Grundunterschied ist, dass es jetzt alles von mir ist. Deshalb sind meine Sololieder auf Topf-Platten, oder Stücke bei denen ich einen Part von zwei habe, natürlich schon ähnlicher zu dem Zeug, das ich jetzt mache, als z.B. bei einem Lied vom Wunder. Aber sonst ist es nicht so, dass ich gedacht habe, ich muss jetzt ein anderer sein, sondern ich wollte nur mehr ich sein. Schwer zu sagen, was da jetzt der genaue Unterschied ist. Ich glaube, es ist ein Unterschied da, aber der war jetzt nicht extra, weil ich das woanders nicht durfte, sondern das hat sich normal ergeben.

Crazewire: Würdest du sagen, dass du mit „Alles Roger“ aus den Baggypants rausgewachsen, also erwachsener geworden bist?

Roger: Ich glaube nicht dank der Platte. Wir sind jetzt alle über 30, ich bin jetzt 33, und da ist man natürlich schon ein bisschen erwaschener als zu den Zeiten unserer ersten EP („Abhängen“ (1996), Anm. d. Verf.). Das hat sich halt über die Jahre so ergeben. Es ist jetzt nicht so, dass ich sage, ich bin erwachsen. Das ist ja auch so eine komische Aussage. Manche Sachen sehe ich schon anders, andererseits bin ich schon noch der gleich Kindskopf wie früher. Ich bin jetzt halt nicht mehr 20 und versuche es auch nicht unbedingt zwanghaft zu sein. Da mache ich mir eigentlich keine großen Gedanken. Aber wahrscheinlich ist es schon so, dass es jetzt natürlich erwachsener ist als eine ältere Platte.

Crazewire: Welche Highlights gab es während der Produktion des Albums? Gab es auf der anderen Seite Punkte, an denen du an der ganzen Sache gezweifelt hast und nicht mehr weitermachen wolltest?

Roger: Es hat sich beides dauernd abgewechselt. Am Anfang habe ich gedacht, ich mache das Ganze nur für mich. Es war nicht geplant eine Platte rauszubringen. Bei den ersten Liedern habe ich noch gedacht, dass diese halt für den Merchandisestand sind oder dass ich die online stelle. Ich habe gar nicht darauf abgezielt ein richtiges Album zu machen, das hat sich alles ergeben. Es war so eine Mischung aus kleinen Erfolgen und kleinen Sachen, an denen man dann zweifelt. An einem Tag denkst du, es ist alles cool und am anderen Tag denkst du dann darüber nach, wie die Leute wohl darauf reagieren werden. Auch wenn man selber überzeugt ist, ist man bei Musik immer relativ frei. Das ist halt Geschmackssache. Du kannst für dich sagen, dass du ein geiles Album gemacht hast, aber jemand anderes wird das vielleicht genau anders sehen. Wenn du an die Öffentlichkeit gehst, betrachten dich auf einmal alle ganz anders. Jetzt hast du schon diese Erwartungshaltung, was sagen die Hörer zu der Platte? Du versuchst natürlich die Musik davon frei zu machen, aber am Schluss kommen immer wieder Momente, in denen du denkst, wie kommt die Sache mit Band jetzt an? Ich finde es geil, darum geht es gar nicht, aber geht das den anderen auch so?

Crazewire: Du hast inzwischen zwei Shows mit deinem Soloprogramm absolviert. Heute folgt die erste mit Live-Band. Welche Unterschiede konntest du bisher zu einer Live-Show mit dem Topf feststellen?

Roger: Es ist schwer zu vergleichen, weil es für mich doch ähnlicher ist als ich gedacht hatte. Das Rappen ist schon ein gewohntes Gefühl. Bei Blumentopf haben wir Lieder die funktionieren, das weiß ich. Die könnten wir wahrscheinlich in Mono spielen, aber die sind richtig etabliert. Du spielst „Safari“ und alle springen. Wir haben Bock das zu spielen und rocken das weg. Alleine greife ich nicht auf die ganzen Classics der Gruppe zurück. Ich will ja hier mein eigenes Ding machen und „Safari“ wäre jetzt hier ein Witz, weil die Leute sagen: „Ja, ist cool, aber mit den anderen ist cooler.“ Ich will gar nicht versuchen der fünfte Topf zu sein, sondern der einzelne Roger. Das ist jetzt der große Unterschied. Die Platte ist noch nicht draußen und ich spiele Lieder, welche die Leute nicht kennen. Dafür geht es echt cool ab. Es waren jetzt zwei Shows und das waren ganz unterschiedliche Sachen. Die erste war so ähnlich von der Location wie hier (Studio 672, Anm. d. Verf.), das war in Freiburg, das hat ohne Ende gerockt. Letzte Woche war ich in Göggingen, das war auch cool. Da waren halt viel mehr Leute und ein paar dachten, dass da Blumentopf auftritt. Die Frage ist dann, wie schaffe ich es, den Leuten bei der nächsten Show auch was zu bieten ohne mich anzubiedern? Wie rocke ich alle? Mein Ziel bei Live-Shows ist alle zu rocken. Heute nach dem Konzert mit der Band kann ich dann sagen, was gut war und was wir das nächste Mal weg lassen.

Crazewire: Über MySpace hast du die Hook für den Song „Träumer“ gesucht. Welche Einsendungen sind dir im Kopf geblieben? Welche war besonders absurd oder besonders trashig?

Roger: Ich habe eine Einsendung für die LP verwendet. Das wollte ich selber gar nicht jemandem versprechen, weil ich nicht wusste, wie hoch die Qualität der Einsendungen sein würde. Aber den Ferdi fand ich echt derbe. Ein junger talentierter Typ aus Berlin. Er kam dann auch nach München, um den Track aufzunehmen. Die Idee war erst mal nur zum Spaß. Es war aber auch interessant wie viele Leute das machen. Viele haben es wenigstens versucht, nicht das jetzt alle dope waren. Da waren natürlich auch schlechte dabei oder was heißt schlechte, nicht mein Geschmack. Das waren nicht nur Amateure, das war ganz gemischt. Vom Typ der über den Beat geschrieen hat, über eine Frau die eine extreme Ballade gemacht hat, bis hin zu Typen die richtige Raps und Cuts hatten. Es waren 600 Hooks und es war irgendwann ziemlich anstrengend, eine auszusuchen, weil die Leute extrem fordernd sind. Ich mache das ja wirklich selber. 2 Tage nicht online wegen Auftritten und dann kommst du zurück und hast tausende Mails in deinem Account und du fragst dich, wie mache ich das, dass ich keinen vergesse? Es ist schon Spaß, aber auch eine Menge Arbeit.

Crazewire: Auf deiner MySpace-Seite herrscht viel Aktivität. Abgesehen von dem Contest, bist du schon über MySpace mit anderen Künstlern ins Gespräch gekommen?

Roger: Es kamen viele Anfragen schon vor dieser Hook-Aktion. Hast du nicht Bock mal bei uns den Chorus zu singen oder irgend so was? Aber die ganze Zeit war meine Platte absolut im Fokus, und alles was ich jetzt gutes mache, sollte auf meine Platte. Ich hätte es jetzt nicht hinbekommen, nebenher noch was zu machen. Da kamen schon ein paar Sachen, die ganz interessant waren, auch internationale Sachen, die ich ganz cool fand. Es kommen aber auch immer wieder ganz komische Anfragen, wo ich nein sage. Es kommt alles, weil du ja total offen bist. Ich bemühe mich, dass ich es nicht zu arrogant mache, aber manche Leute müssen auch verstehen, dass ich ihnen auf eine Absage nicht auch die zweite und die dritte schicken will. Das Nico Suave auf der Platte mitrappt, ist auch über MySpace entstanden. Wir sind gute Freunde, und wir schauen halt trotzdem manchmal auf die Seiten und er hat jetzt den Part gehört und gefragt, ob der zweite noch frei ist. Dann ist er zu mir gefahren, und wir haben das aufgenommen. Das ist aber eine Sache, die jetzt anders gilt, weil wir davor schon keine Fremden waren.

Crazewire: Auf dem Blumentopf-Album „Gern geschehen“ gibt es den Track „Mein Block“, der auch auf einer Juice-CD veröffentlicht wurde. Kurze Zeit später hatte Sido seinen Durchbruch mit seiner Version von „Mein Block“. Was hältst du von der Aussage, dass ihr „Studentenrapper“ die Steilvorlage für Sidos Erfolg im Mainstream gegeben habt?

Roger: Eigentlich können die uns alle sehr dankbar sein, muss ich sagen. Ich sehe Sido fast auch schon als Studentenrapper. Mit den neuen Sachen gleitet er eher noch in unsere Richtung als in eine andere. Er ist der schlaue Assi. Sein Name heißt ja auch Superintelligentes Drogenopfer. Er ähnelt wahrscheinlich dem Wunder mehr, als ihm lieb ist. Der ist schon clever und kann es langsam nicht mehr verstecken. Es gibt keine Grauzone mehr. Komischerweise gibt es bei den Studentenrappern auch Leute, die nie studiert haben. Heute bist du ein Studentenrapper, wenn du halt nicht irgendwas über Autos und Bitches erzählst. Das andere sind dann die Ganstarapper, die sind ja meist auch keine Gangster. So wie die Studenten keine Studenten sind, sind die Falschen im falschen Lager. Es gibt viele Rapper von früher, die Straßenrapper waren, die Streetstyle hatten, wie z.B. Afrob. Die wären heute wahrscheinlich eher Studentenrapper. Hätte er wahrscheinlich auch nie gedacht. So geht es uns auch, aber das ist nicht so schlimm. Es gibt schlimmeres. Nur mit 33 noch Studentenrapper zu sein, macht mir mehr Sorgen. Langzeitstudentenrapper, so nenne ich mich (lacht, Anm. d. Verf.).

Crazewire: HipHop wird oft als afro-amerikanische Ghettokultur wahrgenommen. Wie verortest du dich als Typ aus der Münchner Mittelschicht in diesem Feld?

Roger: Natürlich sind die Wurzeln da, aber wenn du immer von einem solchen Standpunkt ausgehst, kannst du viele Sachen auch immer nicht machen. Dann hast du ja Rassismus in jeder Form. Dann sagst du, diese dürfen nur reiten und jene dürfen nur Tennis spielen. Davon muss man sich sowieso freimachen. Ich fühle mich jetzt nicht als der jodelnde Japaner. Natürlich ist das nicht die Kultur, die die Münchner erfunden haben. Das ist mir eigentlich egal. Ich mache ja auch nicht das gleiche wie die. Ich versuche das ganze jetzt nicht auch amerikanisch zu machen, sondern schon, wenn jetzt auch nicht absichtlich, eine deutsche Version oder meine eigene Version.

Crazewire: Wie hast du gerade Rap als Ausdrucksmittel für dich entdeckt?

Roger: Zufall ist vielleicht ein bisschen zuviel gesagt. Wir haben das einfach beim Machen entdeckt. Wir haben das Freestylen ausprobiert und Cajus hat ein bisschen gebeatboxt und dann sind wir irgendwie da reingerutscht ohne es zu merken. Am Anfang hat uns das gar nicht viel bedeutet, muss ich sagen. Wir haben das einfach gemacht und fanden alle anderen Gruppen scheiße. Das war uns egal was die machen. Der Name Blumentopf war auch Anti-Haltung gegen die anderen Bandnamen. So hieß keiner. Nach dem Motto wir machen den Rap ganz anders. Durch das Machen wurde es uns dann immer wichtiger. Dann versteht man auch, dass das mehr ist als auf einem Beat zu reden. Aber man muss sich nur selber verpflichtet sein. Ich mach das wie ich es gut finde, egal ob jemand anderes das genau so geil findet. Es freut mich, wenn es jemand gut findet, aber ob das jetzt immer als HipHop definiert werden kann, ist eigentlich egal.

Crazewire: Welche Musik hörst du privat? Hörst du deutschsprachigen Rap?

Roger: Ich muss sagen, ich höre eigentlich relativ wenig deutschsprachigen Rap. Ich höre mir schon ein paar Sachen an, ich hab z.B. die neue Platte von Olli Banjo gehört oder die neue von Kool Savas. Ich höre mir eigentlich schon alles an, was irgendwie Thema ist. Aber es gibt ganz wenig Sachen, die bei mir jetzt öfter laufen. Ich höre mir manches so pflichtmäßig an. Manche Lieder packen mich dann. Ich hör sehr viel Amizeug, die neue Roots z.B. finde ich ziemlich geil. Ich höre bunt gemischt. Von Clueso, was jetzt deutsch ist, bis zu Queens of the Stone Age, was jetzt natürlich gar kein Rap ist. Ich höre alles was ich gut finde. Das kann auch wechseln. Das sind auch Elektrolieder, die ich mir rauspicke, die ich dann gut finde. Das ist mir eigentlich egal, wo es herkommt. Hauptsache es trifft mich irgendwo. Die Musik muss mir irgendwas geben. Bei mir gibt es Musik für verschieden Anlässe, ohne jetzt die Sparten in HipHop oder anderes zu unterteilen. Ich mag nicht diese Extra-Musik, diese aufgesetzte Liebesromantik-Musik. Das finde ich so relativ schlimm, aber wahrscheinlich sage ich in 2 Jahren, das ist mein Ding (lacht, Anm. d. Verf.).

Crazewire: Siehst du talentierten Nachwuchs in der deutschsprachigen HipHop-Szene?

Roger: Der Begriff Nachwuchs ist immer schwierig. Für mich sind alle Gruppen irgendwie Nachwuchs, die noch keiner kennt. Es gibt wahrscheinlich viele Gruppen, die ich nicht mal kenne, die sehr gut sind und die irgendwie keiner gehört hat. 4zu1 sind eine coole Gruppe, Creme Fresh hatten wir auch schon auf Tour dabei. Das sind allein Münchner Nachwuchssachen, die ganz gut sind. Oder Orange Son aus München. Da gibt es viele. In jedem Kaff sitzt bestimmt einer, auch wenn die Gruppe gar nicht gut ist, einer von vieren ist dann gut. Wir kriegen manchmal Demos, auf denen die Crew gar nicht cool ist, aber einer sticht schon raus. Das gibt es immer wieder. Egal an welchem Ort, egal ob Darmstadt oder Kiel.

Crazewire: Wie geht der „Film Roger“ weiter? Wie siehst du dich in 5 oder 10 Jahren?

Roger: Boah, ich mache mir jetzt nur Gedanken über nächste Woche. Das ist für mich schon eine weite Perspektive. Nicht das ich nicht viel weiter denke, aber musikalisch denke ich jetzt nicht in die Zukunft. Eher so, dass ich sage, ich ziehe mal um. Das sind so meine Pläne. Ich hoffe natürlich, dass ich das mit der Musik lange so weitermachen kann. Das man sagen kann, man kann irgendwas machen, das einem Spaß macht und damit verdient man sein Geld. Das wäre schon das Optimale. Da habe ich echt Glück, dass das so lange schon geht. Ich weiß auch, dass das viele ewig lange mit allen Mitteln versuchen und nicht schaffen. Wenn ich das so weiter machen kann, das wäre ein Traum. Wenn nicht, finde ich auch was, aber das ist schon ideal, wie ich das gerade mache. Wie lange man das überhaupt machen kann - keine Ahnung. Vielleicht muss man dann irgendwann weg von der Bühne und eher dahinter was machen. Das Business interessiert mich nicht so, sondern dann muss es irgendwas Kreatives sein.

Crazewire: Die Fußball-EM steht vor der Tür. Bei der WM 2006 gab es bei der ARD eine RAPortage von Blumentopf zu jedem Deutschlandspiel. Wird es bei der Euro eine Neuauflage geben?

Roger: Ja, die wird es geben. Die haben uns angefragt und wir haben erst überlegt, ob wir das machen sollen, weil das Turnier kleiner ist und auch die Euphorie wahrscheinlich kleiner sein wird. Die WM 2006 kann man nicht wiederholen, das war der Wahnsinn. Wir haben uns überlegt, wie machen wir das cooler. Wenn wir es machen, dann soll es nicht die Light-Version der WM werden. Wir haben da ein anderes Konzept. Ich will da aber auch gar nicht so viel verraten. Es ist auf jeden Fall so, dass wir wieder Bock drauf haben. Die RAPortagen sind geil, aber auch stressig zu machen. Du schaust dir das Fußballspiel doppelt spannend an. Es zählt das Ergebnis und danach machst du das Lied. Es zählt aber auch, was auf dem Platz passiert. Ein 1:0 mit relativem Standfußball ist dann ein Alptraum, auch wenn wir gewonnen haben. Das Schlimme ist, dass du nach dem Spiel nicht richtig feiern kannst. Wir nehmen auf, während die anderen toben. Wenn wir aus dem Studio kommen, liegen oben noch die Bierflaschen.

Crazewire: Dein Tipp: Wer wird Europameister?

Roger: Mein Tipp ist (überlegt kurz, Anm. d. Verf.) Blumentopf wird Europameister (lacht, Anm. d. Verf.). Ganz ehrlich, wenn Deutschland Europameister werden würde, wäre das ein Traum. Da muss ich einfach dran glauben. Es gibt immer so ein paar Favoriten. Ich habe eigentlich immer Tschechien als Favorit gehabt. Aber die haben es nie gepackt. Von Griechenland hätte ich nie gedacht, dass die es machen werden und die haben Portugal rausgeschossen. Da ist relativ alles möglich. Es wäre schon ein Traum, wenn wir die Italiener im Finale quasi raushauen würden.

Crazewire: Vielen Dank für das Interview!



 

Freunde

 
 
 
 

Wir Präsentieren:

 
 
 
 

Prunkstücke