DETAILS

Inpterpret:
Ed Harcourt

Titel:
Über Donnie Darko, die Kirche und Tattoos

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Autor:
Lukas Schöttner
Alfter, 28.06.2010

INTERVIEWS

Ed Harcourt - Über Donnie Darko, die Kirche und Tattoos

Ed Harcourt - Über Donnie Darko, die Kirche und Tattoos

„Ed Harcourt?" fragen sich die meisten, die vielleicht lediglich per Zufall zu diesem Interview mit dem eher unbekannten englischen Liedermacher gelangt sind. Wer ist Ed Harcourt? Ed Harcourt fing bereits Mitte der Neunziger an Musik zu produzieren. Damals noch mit seiner band Snug. Als diese sich auflöste, begann er sich auf eigene Faust durchzuschlagen.

Vor einer Woche hat er sein fünftes Studioalbum mit dem schicken Namen „Lustre“ veröffentlicht. Wir sahen dies als eine passende Gelegenheit, Ed Harcourt ein wenig auszufragen.

Crazewire: Wann hast du angefangen Musik zu machen und weshalb ist Musik deine Kunstform in welcher du dich so wohl fühlst?

Ed Harcourt: Mit Musik angefangen habe ich bereits im Alter von 9 Jahren Für mich bedeutet Musik eine sichere Art der Kommunikation, bei der niemand verletzt werden kann.

Crazewire: Du stehst kurz vor der Veröffentlichung deines fünften Studioalbums „Lustre“. Wie war die Arbeit an „Lustre“ anders, im Vergleich mit deinen vorherigen Alben?

Ed Harcourt: Es fiel mir dieses Mal sehr viel leichter und das Ganze war eine sehr angenehme Erfahrung. Ich war viel fokussierter und entspannter. Ich habe nicht versucht jemanden umzubringen.

Crazewire: Auf „Lustre“ gibt es einen Song mit dem Namen „Church Of No Religion“, in dem du deine sehr dunkle Perspektive des Christentums besingst. Was konkret ist denn deine Einstellung gegenüber der Katholischen Kirche?

Ed Harcourt: Die Katholische Kirche lebt von Verleugnung. Dieser altertümlichen Propaganda; ein alter Mann, welcher vor Samt und Gold nur so strotzt und die Angst als Hifsmittel nutzt, um die Dummen und Ungebildeten zu dominieren. Es gibt zu allem auch eine negative Seite.

Crazewire: Ist eine Europatour geplant um für „Lustre“ zu werben? Zieht es dich da eventuell auch nach Deutschland?

Ed Harcourt: Ich Hoffe auf eine Tour, allerdings ist mein Budget sehr stark eingeschränkt. Fingers crossed.

Crazewire: „Lustre“ stand bereits vor der Veröffentlichung auf deiner Webseite zum Online-Stream zur Verfügung und konnte umsonst angehört werden. Wolltest du damit die unerlaubten Vervielfältigung einschränken?

Ed Harcourt: Egal wofür man sich letztendlich entscheidet, es würde illegal runtergeladen werden. So läuft das heutzutage. Nein, es ging mir mehr um die Fans. So konnten sie sich alles schon mal anhören und wenn es ihnen gefällt, werden sie mir helfen und das Album kaufen.

Crazewire: Du hast den Soundtrack für den Nachfolger von „Donnie Darko“, „S. Darko“ komponiert.  Bist du ein Fan von „Donnie Darko“?

Ed Harcourt: Nicht wirklich. Ich habs lediglich gemacht um nicht aus der Übung zu kommen. Ich komponiere sehr gerne Filmmusik, also war es eine gute Gelegenheit.

Crazewire: Wie kommt man dazu, die Filmmusik für den zweiten Teil eines Kultfilms wie Donnie Darko zu komponieren?.

Ed Harcourt: Ich glaube meine Musik kann manchmal sehr filmisch sein also kann ich das gut verstehen. Ich habe oft einen Film im Kopf wenn ich Lieder schreibe. Mal ganz im Ernst, die meisten Leute haben S. Darko gehasst. Mir war das egal, da ich sehr zufrieden mit der Filmmusik bin.

Crazewire: Einige Tattoos schmücken deinen Körper und eine deiner Tattoositzungen wurde sogar auf Youtube veröffentlicht. Erzähl doch mal: was bedeuten dir Tattoos und was waren die Gründe für deine?

Ed Harcourt: Ja, das ist bedauernswert. Ich war damals sehr erfreut. Meine Tattoos fassen einen Ort oder ein Erlebnis zusammen. Jedes einzelne bedeutet etwas, sogar die schlechten. Ich lasse sie mir immer aus einer Laune heraus, oder aus schlichter Langeweile stechen.

Crazewire: Sind denn irgendwelche Tattoos geplant?

Ed Harcourt: Nein, ich glaube mir reichen meine erstmal.

 

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