CRAZEWIRE Best Of:
September 2008
Autor:
Crazewire Redaktion
Köln, 07.10.2008
In dieser Woche sollte eigentlich unser Best Of so aussehen: 1. 5 Jahre Crazewire, 2. Wir hatten eine dicke Party und 3. Wir haben eine neue Seite. Aber natürlich ist das nur unser ganz persönliches Best Of und aus diesem Grund sind wir euch auch trotz unserer momentanen Top 3 eine reguläre Ausgabe dieser Rubrik schuldig. Darum präsentieren wir euch mit breitgeschwellter Brust unser erstes Best Of nach ereignisreichen Tagen. Dieses Mal haben es Calexico, Okkervil River, Cold War Kids, CSS und Friendly Fires in unsere Charts geschafft.
Bereits der Eröffnungssong „Victor Jara’s Hands" gibt die Marschrichtung vor: Zurück in die Zukunft. Mit einfachsten Mitteln wird nach den mediokren Folkphantasien des Vorgängers wieder Siesta-Stimmung erzeugt, diese typischen Calexico-Momente [...]
Auch wenn das Cover etwas gänzlich anderes vermuten lässt, ist das sechste Album der von Schmerz und innerer Zerrissenheit gebeutelten Gentle-Indie-Rocker ein Aufruf, auf den eigenen Untergang einen zu heben, auf den Misserfolg zu tanzen und der Einsicht, dass sich am großen Theater namens Leben, ohnehin nichts ändern lässt.
Der Stil der Cold War Kids basiert auf klassischem Rock und Blues, was ihre Musik zu zeitloser Kunst macht. Doch was sie von einer einfachen Rockband unterscheidet, sind kleine Details, wie das Klavier, das sich zwar meistens im Hintergrund hält, aber die Dramatik der Musik im wesentlich trägt.
Die ersten 30 Sekunden und es klingt doch tatsächlich wie eine Rockband. Dann setzt der Synthie ein und es ertönt diese Stimme, die man einfach wieder erkennen muss [...] Daneben ist es vor allem eine ordentliche Portion 80er, die den neuen Klang der Band anreichert.
Exakt 3:52 brauchen The Friendly Fires auf ihrem neuen Album um das Haus, welches man Indie-Disco nennt, niederzubrennen. Dazu gibt es als Gratis-Zugabe eine windschiefe Gitarre, als hätten The Rapture die Gitarren ihrer Kollegen gestimmt.