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CRAZEWIRE Best Of:
April 2009

Autor:
Crazewire Redaktion
Köln, 04.05.2009

PLATTENKISTE

CRAZEWIRE Best Of April 2009

In Kreuzberg und Friedrichshain gingen dieser Tage wieder tausende Menschen auf die Straße, um nach der gerechteren, besseren Welt zu suchen. Begleitet von allerlei Panikmache einiger größerer Verlagshäuser wurde die Form des Protestes gegen verstockte Politik und überholte Finanzwirtschaft dann auch deutlich physisch, allerorts tauchen Fragen nach der guten Form von Protest und vor allen Dingen der Vertretbarkeit von Gewalt auf. Wir kämpfen an vorderster Front, in einem nicht unbedingt parallelen aber dennoch die deutsche Gesellschaft betreffenden Anliegen: Kampf der deutschen Verödung der Musiklandschaft, dem stumpfen Chartsgeballer und RTL-Maxi-CDs in den Zimmern unserer Kinder. Seid alternativ, durchdacht und lasst euch von uns, wie schon seit Monaten, helfen. Revolutionär sind diesen Monat:The Decemberists, DOOM, Doves, The Sweet Vandals und Brakes.

 

The Decemberists - The Hazards Of Love

1. The Decemberists - The Hazards Of Love

Für was man sich auch entscheidet, spätestens wenn mit „The Hazards Of Love 4 (The Drowned)“ der letzte Vorhang gefallen ist, Margaret und William den Gefahren der Liebe erlegen sind und man mit einer Träne im Auge auf die Wiederholtaste des CD-Players drückt, wünscht man sich all die längst vergessenen Freunde aus vergangenen Tagen zurück.

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DOOM - Born Like This

2. DOOM - Born Like This

Es wurde viel spekuliert, was mit dem Tausendsassa, dem Charakter-Hitgaranten wohl passiert ist. In der einen Meldung wurde sein plötzliches Verschwinden auf eine Krankheit geschoben, in der nächsten hieß es dann, er habe sich zurückgezogen, weil aufgeflogen sei, dass er gar nicht selber rappt und dann war da noch die Meldung seines plötzlichen Todes.

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Doves - Kingdom Of Rust

3. Doves - Kingdom Of Rust

Was sich wie das Verbinden vieler loser Enden liest, klingt am Ende wie die endgültige, verbindliche Synthese der elektronischen Musik der späten Siebziger und frühen Achtziger. Es ist herrlich, es ist ein Versprechen, gleich zu Beginn des Albums, das im Folgenden mehr als eingelöst wird.

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The Sweet Vandals - Lovelite

4. The Sweet Vandals - Lovelite

Unterstützt durch eine Orgel, die nach Sex geradezu schreit, wird nach etwa zwei Minuten die Melodie durch ein Pfeifen begleitet und man wähnt sich an einem glücklicheren Ort. Das hier ist locker aus der Hüfte geschossen und trifft voll in den Unterleib. Folge man dem Kommando: „Help yourself and relax!“

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Brakes - Touchdown

5. Brakes - Touchdown

Mit einer erstaunlichen Bandbreite an musikalischem Output weiß „Touchdown“ zu überzeugen. Schubladendenken ist Brakes fremd. Sie versuchen sich in mehreren Stilen und jeder Versuch gelingt. Der entzückte Hörer darf sich über kurze Hardcore-Passagen, Folk, Gitarrenpop, Alternative Rock und balladesk ruhige Songs freuen.

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