DETAILS

Kategorie:
Konzertbericht

Titel:
The Get Up Kids

Interpret:
The Get Up Kids

Datum:
24.06.2010

Lokation:
London, Underworld

Weiterführende Links:

Autor:
Lasse Paulus
Düsseldorf, 05.07.2010

BERICHTE

Konzertbericht - The Get Up Kids

The Get Up Kids

Die Get Up Kids wollen es noch mal wissen. Nach einigen Jahren Pause, die die Musiker mit Ihren Nebenprojekten verbrachten, kommt die Band für einige Festivalauftritte sowie ein paar Clubshows nach Europa. Nach ihrem Gastspiel in Köln, bei dem sie mit einem extrem schlechten Sound zu kämpfen hatten, ging es auch für zwei Shows nach London.
Das Underworld liegt im Szeneviertel Camden und war, wie sollte es anders sein, komplett ausverkauft. Da wir uns aus Zeitgründen nicht um Karten gekümmert hatten, waren wir auf Restkarten der Abendkasse angewiesen, um die Band auch in London sehen zu können. Und tatsächlich versorgte uns ein äußerst netter Türsteher kurz vor Beginn der Get Up Kids mit zwei übriggebliebenen Tickets. Das Underworld ist ein sehr charmanter, aber etwas versiffter Club, mit einer kleinen Bühne und niedrigen Decken. Die Größe verwundert ein bisschen, denn mehr als 350 Zuschauer fasst die Location sicherlich nicht. Aber gut, vielleicht sind die Erfolge der Get Up Kids einfach zu lange her.

Die Band um Sänger Matthew Pryor startete mit einigen älteren Songs und einer Spielfreude, von der sich manch junge Band eine Scheibe abschneiden dürfte. Kommunikation mit dem Publikum sowie Sound ließen keine Wünsche übrig. Einziges Manko: die Setlist. Im ersten Drittel der Show zeigte diese nämlich einige Schwächen. „Keith Case“ von der aktuellen EP „Simple Sience“ wollte weder zünden, noch gehört werden. Dazu zwei schwächere Songs von „On A Wire“, dem Album, das von den Fans wohl am kontroversesten aufgenommen wurde. Richtig gute Stimmung will somit zu Beginn der Show nicht aufkommen. Mit „Mass Pike“, „Don't Hate Me“ oder auch „ I'm A Loner Dottie, A Rebel“ ließen die Jungs jedoch nichts mehr anbrennen. Das Londoner Publikum feierte die Band ausgelassen und sang jedes Wort mit.

Im Zugabenblock wurde dann auch noch einmal klar, warum die Get Up Kids Ende der 1990er Jahre als „Emocore“-Band bezeichnet wurden. Bei „Ten Minutes“ und „Action Action“ sammelten sich die etwas älteren und stark tätowierten Jungs vor der Bühne und traten beim Stagediving Teile der Klimaanlage von der Decke – die Band strahlte vor sich hin und verließ nach 90 schweißtreibenden Minuten die Bühne. In dieser Form dürfen die Get Up Kids gerne wieder kommen.


 

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