Kategorie:
Konzertbericht
Titel:
Robag Wruhme & Dixon
Datum:
14.05.2011
Lokation:
Showboxx, Dresden
Autor:
Kai Töpel
Dresden, 25.05.2011
Weggehen in Dresden zu bekannten DJs ist leider nicht so leicht wie in anderen Städten. Leider gibt es keinen fließenden Übergang zwischen sehr preiswerten und teuren Clubs, sodass man schnell tief in die Tasche greifen darf, um seine Lieblings-DJs an den Platten zu sehen. Ähnlich auch bei Robag Wruhme, der Ex-Wignomy Brother, den es in die Showboxx verschlug. Ein Club, der teilweise recht zweifelhafte Gestalten aus dem Umland Dresdens anzieht und dazu einen Eintritt von über 10 Euro verlangt.
Anders als erwartet schien Robag Wruhme jedoch ein alternativeres Publikum zu bedienen, denn an diesem Abend waren kaum muskelbepackte, pornosonnenbrillentragende Typen und kurzrockige, aufgetakelte Mädels zu sehen. So schaffte es Dixon als erster Mainact durch ein angenehm tanzbares Set schnell die Leute für sich zu begeistern. Nur vereinzelte Jubelrufe bei einsetzendem Bass störten, während man sich vollständig in der Musik verirrte.
Dann trat Robag Wruhme an seine Turntables und begann mit einem Set, dass man so ziemlich als Hommage an die Technoszene der letzten Jahre bezeichen darf. Darunter durften Koze mit seinem Remix zu WhoMadeWhos „Keep Me In My Plane", Kompakts Tribute zu Michael Jackson „Thank You Michael", Michael Mayer, Erobique und Konsorten natürlich nicht fehlen. Dazu lässt er lasziv seine Champagnerflasche auf dem freien Turntable drehen und wagt den ein oder anderen Tanzmove, um das Publikum weiter anzuheizen. Von seinem neuen Soloalbum „Thora Vukk" ist aber leider nichts zu hören. Wahrscheinlich zu ruhig für diesen Abend.
Nach knapp über einer Stunde beendet Robag sein Set um noch eine Runde DJ Ping Pong mit Dixon zu spielen. Gegenseitig motivieren sich beide und das Publikum, immer noch einen Song weiter zu tanzen.