DETAILS

Kategorie:
Konzertbericht

Titel:
Pascow

Interpret:
Pascow

Datum:
21.01.2011

Lokation:
Linkes Zentrum, Düsseldorf

Weiterführende Links:

Autor:
Lasse Paulus
Düsseldorf, 26.01.2011

BERICHTE

Konzertbericht - Pascow

Pascow

Das Linke Zentrum in Düsseldorf ist so herzzerreißend „Oldschool“, dass ich mich frage, warum ich dort nicht viel häufiger bin. Es gibt billige Getränke, was in Düsseldorf eine absolute Ausnahme ist, kostenloses und frisch zubereitetes Essen (Spenden sind aber willkommen) sowie eine bunte Mischung netter Menschen, die völlig entspannt darauf warten, dass es im hinteren Raum endlich losgeht. Gut zu wissen, dass es immer noch solche Zentren gibt. Hoffentlich halten die Nachbarn weiter die Füße still.

Als die erste Band des Abends die Bühne betritt, ist der Konzertraum auch schon gut gefüllt. Allerdings mag der Funke bei Karate Disco nicht so recht auf das Publikum überspringen. Das könnte vor allem an deren Frontfrau liegen, die so deplaziert wirkt, dass man sich fragt, wieso sie in einer Punkrockband spielt. Dazu kommt ein eher suboptimaler Sound, so dass man die Texte der jungen Frau nicht ansatzweise verstehen kann. Am Ende ein schwacher Auftritt, der vom Publikum zu Recht mit dezenter Ignoranz bestraft wird. 

Eine ganz andere Hausnummer sind Pascow. Die Band aus dem Saarland hat gerade ihr neues Album „Alles Muss Kaputt Sein“ veröffentlicht und dafür gesorgt, dass Deutschpunk auch 2011 nicht kaputt zu kriegen sein wird. Viel zu gut ist diese Band. Und so prügelt sich Deutschlands wahrscheinlich beste Deutschpunkband durch schweißtreibende 45 Minuten. Dabei spielen sie hauptsächlich Songs ihres aktuellen Albums „Alles muss kaputt sein“ und dessen Vorgänger „Nächster Halt gefliester Boden“. Das Publikum tanzt, singt und feiert sich selbst und die vier Jungs auf der Bühne. So intelligent, schweißtreibend und sympathisch hab ich lange keine deutschsprachige Punkrockband mehr gesehen.


 

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