DETAILS

Kategorie:
Konzertbericht

Titel:
Olli Schulz

Interpret:
Olli Schulz

Datum:
01.06.2011

Lokation:
Düsseldorf, Zakk

Weiterführende Links:

Autor:
Lasse Paulus
Düsseldorf, 08.06.2011

BERICHTE

Konzertbericht - Olli Schulz

Olli Schulz

Das erste Mal, dass ich Olli Schulz live gesehen habe, war im Vorprogramm der Weakerthans in Köln. Das muss schon lange Jahre her sein, denn ich erinnere mich noch an mindestens fünf weitere Auftritte mit Olli Schulz im Vorprogramm. Und auch als Mercher von Solea durfte er auf Bitten des Publikums zwischen Vorband und Hauptact auf die Bühne. Damals spielte er „Bettmensch“ laut Eigenaussage zum ersten Mal.
Was ich schon damals dachte war, dass Olli Schulz wahrscheinlich ein besserer Kabarettist denn Musiker wäre. Denn während das Publikum während seiner Ansagen zuhörten und lachten, wurde es während der Songs etwas lauter und die Leute unterhielten sich über die Witze und Erfahrungsberichte, die Schulz gerade von sich gegeben hatte.

Vielleicht ist das einer der Gründe, warum Olli Schulz dazu übergegangen ist, bestuhlte Konzerträume zu bevorzugen. Das Zakk ist an diesem Mittwoch Abend ziemlich ausverkauft, was mich in der Tat ein wenig verwundert. Aber bereits um 20:45 Uhr bekommt man keinen Sitzplatz mehr und darf sich entweder an die Theke stellen, oder auf den Boden setzen, was aber Niemanden zu stören scheint.

Olli Schulz spielt derweil einen Querschnitt aus all seinen Platten, wobei die alten Stücke immer noch am Besten ankommen. Aber es fällt schon auf, dass auch die aktuellen Stücke im Publikum gut ankommen. „Nimm mein Mixtape, Babe“, „Unten mit dem King“, „All You Can Eat“ (mit meiner Meinung nach wichtiger Ansage zur Gentrifizierung Hamburgs) oder „Bloß Freunde“ lassen eigentlich keine Wünsche beim Publikum offen. In der zweiten Hälfte des Auftritts wird Schulz dann von seinem Schlagzeuger begleitet, was dem Abend genügend Abwechslung beschert.

Am Ende spielt Olli Schulz noch ein paar Songs auf Zuruf, so dass er auf eine Gesamtspielzeit von mehr als zwei Stunden kommt. Was will man mehr? Olli Schulz ist noch lange nicht erwachsen geworden. Und obwohl ich auch heute noch gerne über seine Ansagen lache und nicht alle seine Songs gut finde, so tut es doch gut zu wissen, dass er nicht mehr den Pausenclown für andere Musiker machen muss.


 

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