DETAILS

Kategorie:
Konzertbericht

Titel:
Molotov

Interpret:
Molotov

Datum:
13.07.2011

Lokation:
Düsseldorf, Zakk

Weiterführende Links:

Autor:
Lasse Paulus
Düsseldorf, 20.07.2011

BERICHTE

Konzertbericht - Molotov

Molotov

Im Rahmen des „6. Internationalen Musiksommers“ des Düsseldorfer Zakk hat die stilsichere Bookingfirma „Beer and Music“ mal wieder einige Highlights aus dem Ärmel geschüttelt. Neben der Latin Metal-Legende Ill Nino durfte sich die Landeshauptstadt auch auf die Mexikaner von Molotov freuen.

Molotov? Genau, da war doch was. Mit ihrem Album „¿Dónde Jugarán Las Niñas?“ konnte die Band 1997 auch in Europa einen Achtungserfolg feiern. Den Brecher „Puto“ sowie den Radio-Hit „Gimme The Power“ kannte nicht nur der geneigte „Visions“-Leser. Danach wurde es hierzulande recht schnell wieder ruhig um die Mexikaner. So wunderte die Größe der gebuchten Location zunächst ein bisschen. Denn mehr als 200 Zuschauer hätte ich persönlich der Band gar nicht mehr zugetraut. Aber weit gefehlt.
Zwar ist der Saal des Zakk durch Vorhänge etwas kleiner gemacht, aber trotzdem ziemlich gut gefüllt. Wie zu erwarten viele Menschen aus Lateinamerika im Publikum, die unter anderem die Landesfahnen von Kolumbien und Mexiko dabei haben. Und so wundert es auch nicht, dass Molotov an diesem Abend konsequent spanisch mit dem Publikum sprechen. Das kann man nun gut oder schlecht finden (schließlich schließt man so einen Teil des Publikums aus der Kommunikation aus), stört im Endeffekt aber auch nicht wirklich.

Die Band sieht mit ihren abgeschnittenen Jeansjacken-Kutten irgendwie lustig aus, zumal sich die beiden (!) Bassisten während des Auftritts keinen Meter bewegen. Das Set besteht aus einem Querschnitt sämtlicher Schaffensphasen, mit einem frenetisch gefeierten „Gimme The Power“ mitten drin. Dem Publikum scheint es zu gefallen. Auf Dauer hat die Band aber damit zu kämpfen, dass sie nicht zu den innovativsten Songschreibern gehört. Die Monotonie wird mit jedem Song offensichtlicher. Gelacht und getanzt wird trotzdem.

Am Ende dann „Puto“. Die Bühne wird nach und nach von ein paar jungen Mädchen geentert. Das ist lustig anzusehen und ein versöhnlicher Abschluss, denn sowohl Publikum, als auch Band drehen noch einmal richtig auf. Es ist ein versöhnlicher Abschluss eines etwas unspektakulär begonnenen Abends.

Im August endet im Übrigen der Musiksommer im Zakk mit der Ska-Band La Vela Puerca aus Uruguay. Das wird sicherlich ähnlich stimmungsvoll.


 

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