DETAILS

Kategorie:
Konzertbericht

Titel:
Iron & Wine

Interpret:
Iron & Wine

Datum:
15.09.2010

Lokation:
Düsseldorf, Zakk

Weiterführende Links:

Autor:
Lasse Paulus
Düsseldorf, 27.09.2010

BERICHTE

Konzertbericht - Iron & Wine

Iron & Wine

Es gibt Konzertabende, die sind so perfekt, dass es fast schon wieder unheimlich ist. Dabei fing der Abend mit dem Akustik-Duo Early Autumn Break etwas holprig an. Nervös und offensichtlich nicht daran gewöhnt, ohne Rhythmus-Sektion aufzutreten, spielten die Düsseldorfer ein gutes, wenn auch nicht zwingend interessantes Set. Das Publikum fand die halbe Stunde aber offensichtlich ziemlich gut, denn mit einem ordentlichen Schlussapplaus verabschiedete das gut gefüllte Zakk die beiden Musiker.

Iron & Wine Mastermind Samuel Beam spielt da schon in einer ganz anderen Liga. Seine einzige deutsche Club-Show in diesem Jahr war schlicht und ergreifend fantastisch. Sowohl Beam, als auch die Zuhörer in der bestuhlten Konzerthalle waren bester Laune und so hätte man während Songs wie „Naked As We Came“, „The Sea And The Rhythm“ oder „Evening On The Ground“ eine Stecknadel fallen hören können. In den Pausen zwischen den Songs ertönte hingegen ohrenbetäubender Applaus. So soll es bei Konzerten dieser Art sein. Und es ist schön zu sehen, dass so etwas immer noch funktionieren kann. Häufig genug ist das ja leider nicht mehr der Fall. Beam selbst machte derweil Späße mit dem Publikum oder beschimpfte seine Freunde von Calexico, die eine Woche vor ihm auf der Bühne des Zakks gespielt haben, als „Jerks“, bevor er einen ihrer Songs coverte. Grundsympathischer Kerl.

Nach neunzig Minuten war Schluss. Und das Publikum verließ langsam, aber mit einem leichten Lächeln im Gesicht das Zakk. Einzig und alleine die Coverversion von „Such Great Heights“, die ihn einer breiteren Masse bekannt gemacht hatte, fehlte. Aber auch ohne diesen The-Postal-Service-Song war es das erwartete musikalische Highlight, für das man sich beim Zakk bedanken darf. Sich bei diesem Konzert gegen den Kölner Nachbarn durchgesetzt zu haben, ist ein gutes Zeichen für den Musikstandort Düsseldorf. Weiter so!

Video: „Naked As We Came"

Iron and Wine "Naked as We Came" from Sub Pop Records on Vimeo.


 

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