Kategorie:
Konzertbericht
Titel:
Holmes & Friedemann Weise
Interpret:
Holmes
Datum:
27.03.2009
Lokation:
Kult 41, Bonn
Autor:
Lasse Paulus
Düsseldorf, 30.03.2009
Nach den letzten, wirklich gelungenen Konzerten im Bonner Kult 41 war klar, dass ich mir auch Holmes und Friedemann Weise angucken musste. Zu nett ist das Publikum und die Veranstaltung an sich. Da stellt man sich doch gerne zweieinhalb Stunden in den Stau, um von Düsseldorf nach Bonn zu kommen.
Wer die Geschichte von Crazewire und Friedemann Weise ein bisschen kennt, der weiß, dass in der Vergangenheit nicht immer alles glatt gelaufen ist. Dementsprechend gespannt war ich, wie sich der Kölner Songwriter so schlagen würde. Und um es vorwegzunehmen, Friedemann Weise konnte auf ganzer Linie überzeugen. Er war gut aufgelegt, was ich auch schon anders erlebt habe, und punktete mit einigen sehr lustigen Ansagen. Musikalisch tut ihm die Zusammenarbeit mit seinem Schlagzeuger (Hausmann?) sehr gut. Das ich manche seiner Songs immer noch nicht so richtig toll finde, sei nur eine kleine Randnotiz. Hingehen, angucken und ein eigenes Bild machen.
Holmes aus Schweden sind trotzdem ein ganz anderes Kaliber. Das liegt zum Teil aber auch daran, dass die Band mit sechs Musikern ein komplett anderes Stimmungsbild erzeugen kann. Die Songs des Albums „Wolves“ können live auf ganzer Linie überzeugen. Das Publikum in Bonn war auch diesmal so freundlich, nicht an der Theke zu randalieren, sondern andächtig der Musik zu lauschen. Stellenweise war kein Mucks zu hören, was bei einem solchen Konzert wirklich wichtig ist. Um 22 Uhr musste leider Schluss sein, die Anwohner. Trotzdem war's mal wieder ein gelungener Abend.
Das sich jedoch nur 60 Menschen zu einem Konzert dieser Klasse, das zudem an einem Freitag Abend stattfand, aufraffen können, verstehe wer will. Ich nicht. Und das sechs Euro Eintritt offensichtlich zu viel sein sollen ist eine Frechheit, schließlich müssen von der Gage sechs Menschen essen und trinken sowie ein Bus getankt werden. Aber wem erzähl ich das...