Kategorie:
Konzertbericht
Titel:
Gypsy & The Cat
Interpret:
Gypsy & The Cat
Datum:
09.09.2011
Lokation:
Gebäude 9, Köln
Autor:
Lisa Bertram
Köln, 21.09.2011
Es ist vielleicht eine der letzten Spätsommernächte diesen Jahres, in denen man durch die Gegend zieht, sich am Kiosk noch eben schnell ein Bier genehmigt und dann weiter wandert ins Gebäude 9. Diese Lokalität beehren die Australier von Gypsy & The Cat nun auf ihrer ersten Deutschlandtour. Den meisten Anwesenden dort ist das Duo wohl durch ihren Song „Jona Vark“ aus dem Viva-Werbeclip bekannt. Da will man doch mal ein Auge auf die Jungs werfen und sie gleich auf Herz und Nieren prüfen. Es fällt schon mal auf, dass das Booking der Vorband nicht besonders durchdacht war. Gypsy & The Cat sind ein Paradebeispiel für Elektropop. Die Vorband spielt Indie Rock. Trotz des Stilbruchs kommt die Truppe beim Publikum ganz gut an.
Dann ist es soweit, das Duo wird von zwei Kollegen musikalisch unterstützt. Wobei man sich die ganze Zeit fragt, ob Lionel Towers‘ riesige Brille nur so ein modisches Nerd-Brillen-Fake-Ding ist. Xavier Bacash sieht man die Aufregung schon an und das Konzert beginnt ein wenig steif. Was daran liegen kann, dass 95% der Anwesenden wohl kein Lied (außer besagtem Viva-Soundfetzen) kennen und nicht so recht in Schwung kommen wollen. Manche schunkeln. Bacash versucht, die Menge zu motivieren, es gelingt ihm zumindest ein wenig. Der gesamte Auftritt ist noch vorsichtig, nur nicht zu gewagt, sowohl vonseiten der Band als auch vom Publikum. Zumindest ist jemand so freundlich, dem kommunikativen Sänger ein Bier zu reichen. Die Songs von Gypsy & The Cat sind live nett. Nicht mehr und nicht weniger. Vielleicht lag es noch an der Unbekanntheit der Band und einem eher erwartungsvoll zurückhaltendem Publikum, doch dieses Konzert wird so nicht in die Geschichte eingehen. Doch das Duo hat Potential im Gepäck und kann sich sicherlich noch weiterentwickeln. Und irgendwann werden auch die Menschen vielleicht mehr mitsingen können als „Jonaaaa Vark“.