DETAILS

Kategorie:
Konzertbericht

Titel:
GusGus

Interpret:
GusGus

Datum:
06.10.2011

Lokation:
Köln, Essigfabrik

Weiterführende Links:

Autor:
Christopher Szwabczynski
Steinfeld, 12.10.2011

BERICHTE

Konzertbericht - GusGus

GusGus

Ein Live-Act der kaum vorstellbar in Konzertlänge passt, präsentiert sich als fesselnder Entertainer. GusGus liefern ein Konzert, das sich wie ein Wochenende Club-Kultur anfühlt. Ihr aktuelles Album „Arabian Horse“ versteht sich auf ganz eigene Art zu entfesseln. Die anwesenden Jünger sind begeistert.

Der letzte Köln-Besuch der isländischen Techno-Pop-Formation liegt bald vier Monate zurück. Während dem c/o pop-Festival 2011 als Headliner der Kompakt-Party im Bootshaus, waren GusGus noch berauschender Techno-Act in der Mitte der Nacht. Heute in der Kölner Essigfabrik funktioniert das Set auch im Konzertformat. Die Euphorie der Zuschauer ist ähnlich, auch wenn die Veranstalter kurz nach dem Konzert leer fegen.

Es ist eine bewegte Geschichte, die GusGus von Anfang ihrer Gründung 1995 zu erzählen haben. Gerne-Kapriolen, Besetzungswechsel und die Suche nach dem richtigen Platz waren in den 16 Jahren Schlagwörter. Seit ihrem siebten Album „24/7“ ist aus dem damaligen Groß-Kollektiv ein Pop-Trio geworden, das sein Zuhause beim Kölner Label Kompakt gefunden hat. Ihr Konzert in der Essigfabrik also auch ein Heimspiel.

Die noch lange nicht volle Essigfabrik ist von Gesichter aus dem Dunstkreis Kompakt‘s und scheinbar Hörern der ersten Stunde besucht. Diese Jünger sind ab dem ersten Schlag aus den Lautsprechern und der Licht-Installation, dem zügellosen „Arabian Horse“ - so möchte man meinen - frei ausgeliefert. Das Set hangelt sich dramaturgisch vom aktuellen Album zu vergangenen Highlights zurück.

Ein Tanzabend, der zwar auf Konzertlänge gemausert ist, aber trotzdem in vollem Ausmaß aufgeht. Eine Reise durch 16 Jahre Dancefloor-Geschichte, die in knapp eineinhalb Stunden wie ein Wochenende im Berghain wirken. GusGus haben ihren Platz gefunden. Irgendwie anbetungswürdig für die Anwesenden.

Video: „Over“


 

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