Kategorie:
Konzertbericht
Titel:
Dan And Rachel
Interpret:
Dan And Rachel
Datum:
15.04.2011
Lokation:
Wuppertal/Vohwinkel, Bürgerbahnhof
Autor:
Christina Kania
Bonn, 20.04.2011
Am vergangenen Freitag lud das Team der „Endstation Sehnsucht“ zu einer musikalischen Reise erster Klasse. Die Tour begann im gewohnt gemütlich eingerichteten und ordentlich gefüllten Konzertsaal des Bürgerbahnhof-Vohwinkel. Schreng Schreng & La La entführten das Publikum auf eine Reise durch melancholische Momentaufnahmen, die umgarnt von Wortwitz und Ironie, auch den Teil der Mitreisenden, der nicht aus Freunden und Bekannten bestand, zu einem breiten Grinsen veranlasste.
Nur Das Dingo - der dritte im Bunde des dynamischen Duos Schreng Schreng & La La - hatte wohl den Anschlusszug verpasst und stiegt ein wenig verspätet zu. Im Gepäck hatte es jedoch einige kleine Gimmicks wie Wackelpudding-Wodka-Shots, Seifenblasen und eine Konfettikanone, deren Bedienung er am Ende jedoch noch etwas üben sollte. Die Reisenden sind trotzdem entzückt und freuen sich über das ungestüme Wesen! Ein Zwischenstopp in „Oberbilk“ gefällig? Gerne, denn der geneigte Passagier weiß, Oberbilk steht für Models, Sektfrühstück und Egotrips.
Nach ihrer ausgedehnten Europa Tour im letzten Jahr saßen auch Dan Costello und seiner verlobten Rachel Devlin mit im Zug, um die Mitreisenden mit ihren Songs zu beglücken. Mit viel Energie setzen sich die beiden Brooklyner seit Jahren gegen die Genmanipulation der Banane ein. Neuerdings gibt es neben einer kleinen Unterweisung noch ein eigens entworfenes „Anti Gen-Bananen-Shirt“. Hits wie „Poison“ oder „Tape Recorder“ verkürzen die Reise und werden dementsprechend gebührend gefeiert. Arme werden fröhlich durch die Luft geschwenkt und so mancher Reisende singt mit freudigem Lächeln mit. Und auch Dan And Rachel haben sichtlich Spaß an den Passagieren aus Wuppertal-Vohwinkel. Nach eineinhalb Stunden stoppt die Fahrt. Soll das etwa schon das Ende der Reise sein?
Nein, weit gefehlt, denn nun gibt es zur Überraschung noch einen Sonderzug in das New York City der 1970er und 1980er Jahre. Anlässlich des zehnten Todestages von Joey Ramone wird eine Zugabe im deutsch-amerikanischen Kollektiv zum Besten gegeben. Mit aufgesetzten Schaffner-Mützen begann eine famose Hommage an die Lederjacken-Punks. Mit „Poison Heart“ und „I Wanna Be Sedated“ werden Klassiker der Ramones mit einer Riesenportion Charme und Euphorie zum Besten gegeben. Dann hält der Zug erneut.
Die Passagiere steigen zufrieden an der Endstation aus und freuen sich auf die nächste Tour der Sehsucht.