Kategorie:
Konzertbericht
Titel:
Alex Amsterdam
Interpret:
Alex Amsterdam
Datum:
20.02.2010
Lokation:
Zakk - Düsseldorf
Autor:
Lasse Paulus
Düsseldorf, 22.02.2010
Alex Amsterdam ist ein Indie-Pop-Duo aus Düsseldorf, deren Weg ich nun schon seit einiger Zeit verfolge. Das liegt zum einen an der fast schon penetranten Web-Präsenz der beiden, zum anderen aber auch daran, dass es hier in Düsseldorf nur wenige Musiker gibt, die so aktiv sind, wie Alex Rosin und Simon Horn.
Objektiv betrachtet machen die beiden auch sehr viel richtig. Sie verkaufen ihr aktuelles Album für einen Euro und nehmen auch am heutigen Abend nur 6 Euro Eintritt an der Abendkasse. Finanzielle Abzocke kann man den beiden also nicht vorwerfen. Darüber hinaus spielen Alex Amsterdam so ziemlich in jeder Stadt Deutschlands, sei das nun Hamburg oder Albstadt. Kurzum, die Jungs sind auf jeden Fall auf der guten Seite.
Aber man sollte neben selbst gebuchten Tourneen durch Italien und einer stetig wachsenden medialen Präsenz nicht vergessen, über ihre Musik zu sprechen. Und die ist leider etwas schwieriger zu beurteilen. Auf CD kann man sich die Songs von Alex Amsterdam gut anhören. Solide Popsongs mit leichtem Singer-Songwriter-Einschlag. Live stehen die beiden aber mit zwei Keyboards, einem MP3-Player (oder was auch immer) und einer Gitarre auf der Bühne. Das an sich ist gar nicht schlimm, wenn aber Bass, Schlagzeug und gedoppelte Gitarre vom Band kommen, und dazu lediglich ein bisschen Orgel bzw. Gitarre gespielt wird, macht das nicht zwingend viel Spaß. Die einzige Band, der ich das ernsthaft abnehme, ist Carter USM, die man aber schwerlich mit einer deutschen Indie-Band vergleichen kann. Und so geht das Konzept von Alex Amsterdam nicht auf.
Songs wie „Burning My Cash“ oder „Liar, Liar“ können trotzdem überzeugen, was vor allem daran liegt, dass die beiden auf der Bühne alles geben. Und auch das zahlreich erschienene Publikum scheint sich von Playback und holprigen Ansagen nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Alles in allem also ein guter Abend für alle Anwesenden. Nur „Mr. Brightside“ von The Killers sollten die beiden nicht mehr spielen. Das war dann doch eher peinlich.