DETAILS

Kategorie:
Konzertbericht

Titel:
+/- {Plus/Minus}, Loudest Boom Bah Yea

Interpret:
+/- {Plus/Minus}

Datum:
22.01.2009

Lokation:
Gebäude 9 , Köln

Weiterführende Links:

Autor:
Bastian Küllenberg
Wuppertal / Düsseldorf, 26.01.2009

BERICHTE

Konzertbericht - +/- {Plus/Minus}, Loudest Boom Bah Yea

+/- {Plus/Minus}, Loudest Boom Bah Yea

Was mögen +/- {Plus/Minus} wohl für Erinnerungen an Köln haben? Vor 2 Jahren gastierte die Band im Tsunami und trotz hervorragender Kritiken sah man sich als Besucher von allerhöchstens 30 Gleichgesinnten umgeben. Großartig frustriert haben kann es nicht, denn sie kommen wieder und bespielen aktuell sogar das um einiges größere Gebäude 9. Und eben jener durchaus geschmackssichere Club zeigt sich erfreulicherweise von Anfang an als passender Ort für den Abend. Nicht nur, dass sich im Vergleich zum letzten Kölner Gastspiel die Besucherzahl nahezu verdreichfacht hat - was allerdings immer noch eine maximal halbvolle Halle bedeutet - auch die Band scheint um einiges besser in Form zu sein, doch dazu später mehr.

Zunächst einmal durfte man vor dem Auftritt der Hauptband sozusagen Zeuge des Aufwärmprogramms von Drummer Chris Deaner werden. Gemeinsam mit Karl Ludin, seines Zeichens die Krankheitsvertretung für Deaner während der letzten Europa-Tour und ja, auch Schlagzeuger, sorgte das Duo als Loudest Boom Bah Yea für einen furiosen Auftakt. Antrieb, Gaspedal, Breaks, Soli, Wahnsinn brennender Drumsticks. Loudest Boom Bah Yea, deren treibenden Drum'n'Drum-Funk es bald via BBIsland auch auf Vinyl zu haben geben wird, machen Laune und glänzen mit sympathischen Ansagen. Diese Vorband mag man gerne Geheimtipp nennen.

Ahnte man angesichts dieses wirbelnden Irrsins, was in ihm steckt, so zeigt Chris Deaner wenig später beim Hauptteil der Show, was für ein unglaublich begnadeter Musiker er ist. Doch auch seine beiden Kollegen sind heute gut gelaunt und legen sich in ihre Songs. So kommt es, dass sich schnell eine wohlige Atmosphäre entfaltet, die dank voluminösem Sound der Anlage, bis in den letzten Winkel des Konzertsaals wirkt. +/- {Plus/Minus} spielen mit vertrackten Rhytmen, „ist ja schon ganz schön mathematisch“, hört man den Nebenmann raunen. Recht hat er und doch sind die Lieder zu keiner Zeit abgehoben, entrückt, oder leblose Theorie-Hüllen. Vielmehr gelingt es der Band streckenweise nach einer analogen Version von The Postal Service zu klingen, sich als Soundtrack kalifornischer Teenager-Serien zu empfehlen, oder durch Stop-and-go-Takt zum etwas anderen Tanz anzuregen.

Schön zu sehen, dass sich Beharrlichkeit am Ende auszahlt. Drei Veröffentlichungen in zwei Jahren scheinen im Fall von +/- {Plus/Minus}  Früchte getragen zu haben. Auf dass ihr Stern weiter steigen möge.


 

Freunde

 
 
 
 

Wir Präsentieren:

 
 
 

Prunkstücke