DETAILS

Kategorie:
Festivalbericht

Titel:
New Fall Festival: James Yuill, Plaid, Cloud Boat

Interpret:
James Yuill

Datum:
13.10.2011

Lokation:
Düsseldorf, Robert-Schumann-Saal

Weiterführende Links:

Autor:
Lasse Paulus
Düsseldorf, 19.10.2011

BERICHTE

Festivalbericht - New Fall Festival: James Yuill, Plaid, Cloud Boat

New Fall Festival: James Yuill, Plaid, Cloud Boat

Das New Fall-Festival ist vorbei, und wenn man sich die Kommentare auf Facebook so durchliest, dann kann man getrost sagen, dass das Konzept Popkultur (Bands) mit Hochkultur (Location) zu mischen ziemlich gut angekommen ist. 

Aus terminlichen Gründen konnte ich allerdings nur zum James Yuill-Konzert, der zusammen mit Cloud Boat und Plaid im Robert-Schumann-Saal auftreten durfte. Und nachdem ich nun einige Erfahrungsberichte über Jens Lekmann und Novelle Vague im Internet lesen, oder von Freunden hören durfte, muss man bzgl. James Yuill und Co. wohl getrost von einer Enttäuschung sprechen.

Der Robert-Schumann-Saal war gerade mal zu einem Drittel gefüllt, was aus einem eigentlich charmant wirkendem Raum, eine völlig gesichtslose Räumlichkeit mit zu lauter Lüftung machte. Diese Lüftung war es dann auch, die die ruhigen Passagen der beiden Briten von Cloud Boat zunichte machte. Schade, denn eigentlich war das ziemlich solide, was da von der Bühne in den leeren Raum schallte. 

Danach dann James Yuill, der noch mehr nach Nerd aussieht, als man das auf Fotos denken könnte. Lauter, elektronischer und besser, als im Vorfeld ausgemalt, überzeugte Yuill, wobei ich persönlich den Einsatz seiner Gitarre gerne häufiger gesehen und gehört hätte. Apropos sehen. Toll waren die kleinen Kameras, die auf die Videoleinwand projizierten, was Yuill gerade auf seinen vielen Keyboards, Touch-Pads und Computern frickelte. 

In der darauffolgenden Pause, die man mit überteuertem Bier überbrücken durfte, verschwanden dann auch schon die ersten Zuhörer, so dass der Saal noch ein bisschen ungemütlicher wirkte. Und dann, ja dann kamen Plaid. Techno-Urgesteine, die auf dem legendären Warp-Label ihre Platten veröffentlichen durften und mit tollen Video-Projektionen das Publikum überzeugen wollten. Wenn diese denn funktioniert hätten. Taten sie aber nicht und so sah man zwei sehr unzufrieden wirkende DJs angestrengt hinter ihren Laptops werkeln, die krampfhaft versuchten, Bild und Ton zusammen zu bekommen. Immer mehr Menschen verließen daraufhin den Saal, was es für alle Beteiligten natürlich nicht besser machte. Am Ende also ein sehr enttäuschender Abschluss des wahrscheinlich schwächsten Abend des New Fall-Festivals.

Trotzdem, Düsseldorf braucht solch eine Veranstaltung. Und aus den kleinen Fehlern in diesem Jahr, kann man schön lernen, was man 2012 optimieren könnte. Wir werden wieder dabei sein. Und wer weiß, mit ein bisschen Glück picken wir uns dann im kommendem Jahr einen würdevolleren Abend heraus.

Video: „On Your Own“


 

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