Kategorie:
Festivalbericht
Titel:
Festival International de Benicàssim 2011
Datum:
14.07.2011
Lokation:
Benicàssim, Spanien
Autor:
Ingo Reiff
Köln, 27.07.2011
In der vielfältigen Landschaft der europäischen Musikfestivals ist das FIB einzigartig. Einzigartig schön gelegen am Fuße des Mittelmeers, einzigartig harmonisch in seiner Atmosphäre und einzigartig in seinem grandiosen Booking. Wie den Berichten der vergangenen Jahre zu entnehmen ist, schaffen es die Verantwortlichen ein ums andere Mal, in vier Tagen eine heterogene und doch schlüssige Mischung aus gehypten Newcomerbands, arrivierten Superstars und leicht in Vergessenheit geratenen Altmeistern zu präsentieren. Auch 2011 ist es vom 14. bis zum 17. Juli wieder gelungen, Musikliebhabern aus aller Welt eine unvergessliche Zeit zu bescheren — tagsüber an den zahlreichen Stränden rund um das kleine Strandstädtchen Benicàssim, gegen Abend in kleinen, mauscheligen Tapasbars und danach bis in den frühen Morgen auf drei Bühnen auf dem Festivalgelände.
Mit charismatischen Frauen begann der erste Festivalabend. Am Donnerstag um viertel vor acht betrat Anna Calvi mit ihrem Schlagzeuger und Multiinstrumentalistin Mally Harpaz die Bühne und verzauberte das kleine Publikum vor der FIB Club Stage mit ihrem prägnanten Stil, der irgendwo zwischen dunklem Barock-Pop, klassischem Gesang und Achtziger Jahre-Wave seine ganz eigene Nische besetzt. Wie Anna Calvi da so in ihrer schwarzen, eleganten Garderobe vor den überwiegend in spärliche Urlaubskleidung gewandeten Festivalbesuchern in der spanischen Julihitze steht, ist das die optimale Verbildlichung ihres Stils: anders, gegen den Strom, dunkel-hitzig. Ein hervorragend abseitiger Einstieg in das Festival.
Massentauglicher ist die Musik der Madrilenin Lourdes Hernández, die als spanische Leslie Feist gehandelt wird. Diesen großen Vorschusslorbeer löst sie an diesem Abend auf der Hauptbühne Maravillas Stage mit ihrem Auftritt unter dem Pseudonym Russian Red ein. Begleitet von einer imposanten Liveband, steht Hernández, zehnfach vergrößert auf drei riesigen LED-Monitoren, in fast ätherischer Schönheit im Mittelpunkt. Derart hübsch anzusehen, bringt auch ihre mit Anleihen aus französischen Chansons und Easy Listening-Pop gespickte Folkmusik selbst Menschen zum Tanzen, die sie bislang noch nicht kannten.

Das Gegenprogramm zum leisen, feinen Ton der beiden Damen folgt auf dem Fuße: Paolo Nutini. Um 21:45 betritt der Schotte als erster Hauptact die Bühne und wird eine Stunde lang das große Pop-Pathos pflegen. Dass er selbst bei eher seichten Nummern das Gesicht verzieht und den Körper krümmt wie eine russische Landdame bei einer Sturzgeburt im frühen 18. Jahrhundert, macht das Zuschauen bei seinem durchaus soliden Auftritt auf die Dauer etwas anstrengend. Weniger wäre hier mehr gewesen, denn seine radiotauglichen Songs haben durchaus Mitsingcharakter. Positiv überzeugten jedoch seine Liveband und die Bühnenpräsenz des Mädchenschwarms Nutini.
In beidem um Längen übertroffen wurde er dann aber von Plan B. Eingeleitet von unglaublich gutem Beatboxing eines seiner Bandkollegen, ist Benjamin Paul Drew von Beginn an ‚da‘. Und er bringt die Menge zum Kochen. Eigene Stücke des britischen Musikers, der Elemente schwarzer Musik mit Rockstrukturen vereinigt, gehen nahtlos über in Covers. Zu Recht scheut Plan B dabei keine großen Hausnummern: Nach einer Reverenz an Paolo Nutini singt er eine Uptempo-Version von Seals „Kiss From A Rose“, die in ein Mash-Up mit Eminems Rapparts in Dr. Dres „Forgot About Dre“ übergeht. Fantastisch! Problemlos verwebt Plan B unterschiedliche Genres zu etwas Neuem. Der unscheinbare Mann ist auf der Bühne ein Meister, der die Popgeschichte wie eine Spielwiese behandelt, auf der er sich austoben kann. Beispiel dafür die Live-Fassung des Plan B-Songs „Pieces“: Sie beginnt mit Ben E. Kings „Stand By Me“ und geht dann über in ein Rage Against The Machine-artiges Shouting der Zeile „I remember when I used to feel something“. Das reißt zehntausende Menschen mit. Der erste große Höhepunkt des Beni 2011!
Damit ist die Bühne bereitet für Mike Skinner, dessen Projekt The Streets seinen letzten Festivalsommer verlebt. Nicht nur aus diesem Grund gerät Skinners Auftritt gediegener und melancholischer. The Streets-Stücke sind textlastiger und schwerer zugänglich als Plan Bs Festivalset. Nichts destotrotz gewinnt Skinner die Massen vor der Main Stage für sich. Da die Mehrheit der auf den umliegenden Campingplätzen Logierenden dank ihrer rot-weißen Hautfarbe und permanentem Übertrunk eindeutig als Briten zu identifizieren ist, sind die Festivalbesucher ihm von Vornherein wohlgesonnen. Wie Skinner da in hochgekrempelten Mod-Jeans, Leder-Halbschuhen und durchtrainiertem Oberkörper auf dem Boxenturm steht und „unity“ sowie die „Bündelung aller Energien, damit dieser Moment einzigartig wird“, fordert, da kann man schon etwas wehmütig werden, dass es mit den Streets bald vorbei sein wird.
Skinner konzentriert sich in dieser Nacht vor allem auf sein erstes und sein letztes Album. Spätestens als sein unsterbliches „It’s Too Late“ mit „We Can Never Be Friends“ zusammenfließt, ist klar: hier schließt sich ein Kreis. Skinner wäre aber nicht Skinner, wenn er es nicht noch schaffen würde, die Melancholie auf dem Festivalgelände in Energie umzuwandeln: sein Auftritt endet mit „Fit But You Know It“, selbst Streets-Unerfahrenen bekannt aus FIFA Football 2005. Die Menge tobt.

Nach 45minütiger Pause betreten dann um 3 Uhr Pendulum die Bühne. Ein unfassbar guter Sound und eigens produzierte Videoclips machen den Auftritt nicht nur für die große Fanbase der australisch/britischen Drum’n’Bass- und Elektrorocker zum Erlebnis. Jedoch sind die irgendwo zwischen Limp Bizkit, Nine Inch Nails und The Prodigy einzusortierenden Songs der Bands angesichts der eher Black Music-lastigen Vorgängersets an diesem Abend eher schwer verdaulich. So verlassen tausende Besucher das Festivalgelände zu den aggressiven Klängen Pendulums vorzeitig mit einem Lächeln im Gesicht. Anstrengend war er, der erste Tag, aber ein vielversprechender Start ins Benicàssim 2011.
Am zweiten Festivaltag sind die ersten Bekanntschaften geschlossen, die ersten Handtücher geklaut, die ersten Zelte eingestürzt. Dank der besänftigenden Sonne und der guten Organisation auf den Campingplätzen geht jedoch weiterhin alles seinen friedlichen und gutgelaunten Weg. Einzig die katasrophale Beschilderung rund um das Gelände und die teilweise unrealistischen Preise (5 Euro für das offizielle Programmheft mit den genauen Spielzeiten!) sorgen für Unmut.
Am Freitagabend spielen zunächst The Marzipan Man auf der kleinen Bühne auf. Die flotte, an gängigen Vierer-Indie-Combos orientierte Band spielt Musik, die keinem wehtut, aber auch nicht recht zu begeistern weiß.
Anders ist das bei Brandon Flowers, der mit den poppigen, manchmal arg ans Seichte grenzenden Songs von seinem Soloalbum die Stimmung zum Kochen bringt — passend zur auf die zehntausende Besucher herunterknallenden Sonne (33°C). Mit großer Geste und nie weichendem Pathos steht Flowers breitbeinig wie ein Torero auf der Bühne. Und die hat er im Griff. Das ist schmalzig, aber professionell und kommt an. Die verpoppte Version von „Mr. Brightside“, dem großen Klassiker von Flowers‘ Hauptband The Killers, geht dann am Ende so richtig an die Schmerzgrenze, sodass man froh ist, zu Herman Dune an die fiberfib.com-Stage wechseln zu können.
Die französische Folkband sorgt mit ihrer großen Leidenschaft und mit kleinen Mitteln erzeugten Bühnenpräsenz für den ersten Höhepunkt dieses Abends. Herman Dune spielen ein kurzes, feines Set und lassen mit Songs wie „My Home Is Nowhere Without You“ kleine, melancholisch flimmernde Leuchtkörper in die Abendsonne gleiten. Wunderschön.

Und genauso geht es anschließend auf der Maravillas-Bühne weiter mit Elbow. Diese Band passt mit ihren düsteren, getragenen Stücken zwar eher in einen dunklen Pub in Manchester als nach Spanien, weswegen der Funke denn auch nicht auf das komplette Publikum überspringen mag. Vor der Bühne jedoch drängen sich tausende von Elbow-Begeisterten, weswegen Sänger Guy Garvey in Sorge um seine Zuschauer ist und den Dialog mit ihnen sucht: „Promise me to take care of each other!“ In der spanischen Abendsonne lassen Elbow die dunklen Hits ihrer ersten Platte weg zugunsten der optimistischer klingenden Stücke ihrer neueren Alben — das Cover ihres letzten Albums wird denn auch in Form zweier großer aufblasbarer Plastikfiguren vor der Bühne charmant abgebildet. Als jemand, der Elbow für ihre verträumte Melancholie und die langsam sich aufbauenden Eruptionen liebt, war ich zusammen mit deren zahlreichen britischen ‚mates‘ begeistert vom Auftritt der Band.
Aber die wohl größte Euphorie beim Benicàssim 2011 entfachten The Strokes. Julian Casablancas, in enger Hose, Lederjacke und Sonnenbrille, scherte sich im Gegensatz zu Garvey nicht die Bohne um das Wohl seines Publikums. Ein knappes „Thank you“ war schon das Höchste der Gefühle, wenn der Jubel nach unsterblichen Hits wie „New York City Girls“ oder „Last Nite“ selbst einem übercoolen Rockstar wie ihm nahe gehen musste. The Strokes sind zur Zeit die vielleicht einzige aktive Band auf der Welt mit einem derart unverkennbaren Stil, dass zehntausende Menschen die Songs bereits beim ersten Gitarrenzupfen zu erkennen und in die Höhe springen. Albert Hammond Jr. und Casablancas hatten sichtlich Spaß dabei, diese Rockstarmomente der Strokes auszukosten, die bei ihren Soloprojekten nicht ganz so einfach zu haben sind.
Der finale Slot des Tages wurde eingenommen von Friendly Fires. Es bedarf keiner hellseherischen Fähigkeiten, um vorherzusehen, dass diese Band der nächste helle Stern am Firmament des alternativen Musik-Europas sein wird: Unfassbar viel Energie geht von jedem Trommelschlag, jedem Trompetenton, jeder Silbe aus. Epischer Indierock mit kleinen, feinen Momenten und einem feinen Gespür für die Emotion, die ein einzelner Akkord, eine einzelne Pause beim Zuschauer hervorrufen kann. Friendly Fires versprühen Freude an der Musik und lassen die schon leicht erschöpfte Festivalmenge um 3:30 noch tanzen. Einfach nur schön.
Die Energiereserven sind schon stark aufgebraucht am dritten Festivaltag. Da trifft es sich gut, dass ich mich tagsüber mit neu gewonnenen Freunden 20 Kilometer von Benicàssim entfernen kann, um am Strand in Torreblanca die Seele baumeln und in einer Strandbar köstliche Tapas genießen zu können. Es sind auch solche Momente, die das Benicàssim so besonders machen. Gute Menschen kennenzulernen, das warme Wetter, die atmosphärische Offenheit, die mediterrane Freundlichkeit, die kulinarischen Genüsse.

Den musikalischen Einstieg in den Abend gestalten Mumford & Sons. Positive Energien gehen von den traurigen Folkstücken der Briten aus, man lächelt selig und genießt die Melancholie, in die man durch die Mumford’schen Folksongs versetzt wird. Marcus Mumfords unnachahmliche Stimme und die optimal in Szene gesetzte Instrumentierung machen das Set der Band vom Opener „White Blank Page“ an zu einem Erlebnis. Sie verzichten auf ihren großen Hit „Little Lion Man“, spielen dafür aber exklusiv ein paar Stücke vom kommenden Album. Die euphorischen Reaktionen auf die noch unbekannten Songs lassen Mumford & Sons in eine selige Zukunft schauen…
Später stehen dann zwei vermeintliche Höhepunkte an: Beirut auf der fiberfib.com-Stage und die Arctic Monkeys als Headliner. Beide enttäuschen jedoch die Erwartungen leicht. Beirut, weil sie die schwere Leichtigkeit ihrer Musik an diesem Abend leider nicht auf das Publikum übertragen können. Mit großem Aufgebot stehen die Amerikaner um Zach Condon auf der Bühne, und Songs wie „Postcards From Italy“, die perfekt zu einem Sonnenuntergang nach einem Tag am Mittelmeer passen, erreichen zwar die Herzen der zahlreich erschienen Zuschauer vor der kleinen Bühne — die Beine jedoch nicht. Nach einer halben Stunde ziehen wir daher vorzeitig rüber zu den Arctic Monkeys auf der Hauptbühne (beim viertägigen Benicàssim sind solche Überschneidungen der Auftritte bekannterer Bands aber zum Glück selten).
Die Arctic Monkeys — für viele Festivalbesucher der Hauptgrund, das Benicàssim in diesem Jahr anzusteuern — spielen ein aus Stücken ihrer vier Alben gemischtes Set von ca. 75 Minuten. Tausende mit Monkeys-Shirts bekleidete Körper tanzen und springen umher, denn der Energie des Auftritts kann man sich nur schwer entziehen. Ein Eindruck verfestigt sich jedoch: den Monkeys fehlt die Tiefe. An diesem Abend ist das der Mehrheit aber egal. Die Post-Headliner Primal Scream setzen die Tradition fort, dass leicht in Vergessenheit geratene Bands beim Benicàssim die Gelegenheit bekommen, sich der musikbegeisterten Jugend Europas zu präsentieren. Obwohl abgesehen von einigen Hardcorefans die Mehrheit der Anwesenden die Band wohl nur von Compilations kennt, versteht es der (offensichtlich den Genüssen des Rockstarlebens immer noch sehr zugetane) Sänger Bobby Gillespie, die Hits der Band adäquat rüberzubringen. Er springt sogar von der Bühne und geht auf Tuchfühlung mit dem Publikum! Das wäre beim durchgeplanten Auftritt der Arctic Monkeys undenkbar gewesen.
Am finalen Festivalsonntag warteten ein paar gezielt ans Ende des Line-Ups gelegte Leckerbissen auf uns und zehntausende andere von den Strapazen der ersten Tage gezeichnete, aber immer noch musikhungrige Menschen. Noah & The Whale, soeben vom Geheimtip zum Erfolgsact geworden, bestätigten diesen neuen Status mit einem umjubelten Auftritt auf der Main Stage, der jedoch aufgrund der frühen Anfangszeit um 21 Uhr nur recht spärlich besucht war. Auf den umliegenden Campingplätzen bereiteten die Menschen ihre müden Körper auf zwei Bands vor, die jede für sich als Hauptact hätte bestehen können, den gemeinsam gestalteten Abend aber zu einer finalen Apotheose des Benicàssim 2011 werden lassen.

Portishead schafften das, was ihren Landsmännern Elbow vor zwei Tagen nicht gelungen war: das dunkle Pathos ihrer melancholischen Musik wird genau in dem Maße bemüht, um die berühmte Portishead-Stimmung zu erzeugen. Unterstützt wird die Band um Sängerin Beth Gibbons dabei von eigens für die diesjährige Festivaltour produzierten, teils schwarz-weißen, sehr sphärischen Videoanimationen und Bildern, die auf den LED-Wänden an der Main Stage gezeigt werden. Tausende Menschen wiegen verträumt im Takt von Klassikern wie „Roads“ und „Sour Times“. Gibbons‘ Stimme ist ikonisch wie eh und je, und das perfekte Arrangement der Stücke im Hintergrund erzeugt auch auf der Bühne eine unwahrscheinlich einnehmende Atmosphäre, der sich an diesem Abend kaum jemand entziehen kann. Viele geschlossene Augen zeugen davon. Portishead sind offenbar mit ewiger Jugend gesegnet, denn auch wenn manche Stücke schon knapp 20 Jahre alt sind, klingen sie immer noch frisch wie am ersten Tag. Ein Traum.
Daran anschließend betreten die neuen globalen Lieblinge zweifelnder, hadernder junger Vorstadtmenschen die Bühne: Arcade Fire. Mit einer eines Grammygewinners würdigen Lichtshow und filmreifen Begleitvideos zu Songs wie „We Used To Wait“ und „The Suburbs“ (unter anderem von Spike Jonze) spielen Arcade Fire eine Show, die sich mit einem Attribut trefflich zusammenfassen lässt: gewaltig. Jedes Instrument kraftvoll und perfekt auf die anderen abgestimmt, sodass statt einer Kakophonie der Klänge eine wohltuende Harmonie ensteht. Obwohl zu diesem Zeitpunkt das Festival schon lange dauert und anstrengend war, werden Energien frei. Die inzwischen schon zu Klassikern gewordenen Songs des ersten Albums und die Hits aus „The Suburbs“ spielen Arcade Fire bei ihrem ca. 90minütigen Auftritt allesamt, und der Spannungsbogen wird von Sänger Win Butler und seiner ebenfalls singenden Ehefrau Régine Chassagne so gekonnt aufgebaut, dass Zehntausende im gleichen Moment die Luft anhalten, springen oder die Arme hochreißen. Ein würdiger Abschluss, ein Fanal für die Kraft der Musik, ein großes Ausrufezeichen für die Bedeutung von Livekonzerten und große Festivals, denn solch eine bombastische Wirkung wie bei diesem Arcade Fire-Auftritt kann in Clubs nur schwerlich hergestellt werden.
Nach dem Verglühen des Arkadenfeuers um 2:30 kann es nicht mehr besser werden. Der Ansager bedankt sich denn auch beim Publikum für die tollen, friedlichen Tage und verabschiedet sich. Den reformierten Postpunk-Veteranen Pigbag bleibt danach nur noch die undankbare Aufgabe, wie die Band auf der sinkenden Titanic den Soundtrack für ein letztes Bier, eine letzte spanische Chorizo, ein letztes Tänzeln beim Benicàssim 2011 zu spielen. Ein schönes Bild ist das in dieser warmen Sommernacht, in der es auch ein bisschen stürmt: It’s all over now. Aber 2012 geht’s weiter…
Fotos von Anna Calvi und Herman Dune: FIB File / Liberto Peiró
Fotos von Arcade Fire, Plan B, Portishead und The Streets: FIB File / Óscar L. Tejeda